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    <subtitle type="html">Das Wort zum Alltag von DrNI</subtitle>
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    <updated>2010-09-01T13:50:25Z</updated>
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            <name>DrNI</name>
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        <published>2010-08-25T07:29:00Z</published>
        <updated>2010-09-01T13:50:25Z</updated>
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        <title type="html">Eierkontrollgriff</title>
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                <small>Einen <a href="http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/macht-dem-elend-ein-ende-1/">Artikel in der taz</a> nehme ich hier zum Anlass, meine Erinnerung an zwei Mal Musterung zur Bundeswehr festzuhalten.</small><hr /><br />
<div style="position:relative; margin-bottom:10px; margin-left:0px; width:auto; height:auto;" ><img style="border: solid 1px; vertical-align:text-bottom" src="http://www.drni.de/niels/weblog/pix/heading-ameland-anleger.jpg" alt="" /><br />
<small>Endlich frei: Foto aus dem Urlaub nach dem Zivildienst, auf dem Weg zum Anleger nach Ameland, Niederlande.</small></div><br />
Nach und durch Stuttgart gegurkt. Mit den öffentlichen. Und dann bin ich da, in diesem großen Gebäude, folge der Beschilderung. Die Treppe runter zur Anmeldung. Ein Vorzeigesoldat steht stramm herum. Blond, blaue Augen, groß. Ich drehe und wende das Wort <em>Arier</em> in meinem Kopf ein paar mal. Dann Anmeldung, irgendwelche Formalitäten, und Warten. Die Formalitätsbediensteten behandeln einen herablassend. Was will denn der Langhaarige da, der taugt doch eh nix. Denke ich, dass sie denken. Man wird von Station zu Station geschickt. In den Becher pissen. Hörtest, Sehtest, ach und Drogen, wie halten sie es damit? Dann zum Doc. Ausziehen. Alles bis auf die Unterhose. Griesgrämige Arzthelferinnen, oder viel eher Musterungshelferinnen. Probleme mit den Knien? Gut, dann machen sie mal Situps anstatt Kniebeugen. Puls und Blutdruck und so. Vorher, hinterher. Der Eierkontrollgriff, und jetzt mal Husten bitte und ah was ist denn das? Dicke Eier? Ja, Leistenbruch, sieht man doch, meine ich. Am Ende führt es dazu, dass ich vertröstet werde.<br />
<br />
Ein Jahr später kommt der neue Bescheid. Wieder zur Musterung. Sie hoffen wohl, dass ich den Leistenbruch habe reparieren lassen und deswegen tauglicher bin als zuvor. Nach und durch Stuttgart, ich kenne mich aus. Doch dann eine Veränderung: Die Anmeldung ist oben. Eine lange Schlange. Der Arier ist nicht da. Stattdessen komme ich gerade dazu, wie der Typ von der Anmeldung einen türkischstämmigen Deutschen zusammenscheißt, den sie mitten im Mathe-Studium einziehen wollen. »Gehen sie doch zurück in die Türkei, wenn es ihnen nicht passt!« Dann ist wieder Treppe runter und Warten. Ein Propagandavideo in der Endlosschleife zeigt blonde Jungs, die Spaß beim Panzerfahren haben. Nach dem ich es zwei Mal gesehen habe, regt es mich richtig auf: Fahrbare Waffen sind also Spielzeug? Man kann das Werbefernsehding auch nicht ausschalten. Ich fange an, aus den herumliegenden Zeitschriften die Fotos zu Berichten über Kriege auszureißen und an die Pinnwand im Wartebereich zu hängen. Soldaten, die Leichen hinter Autos herschleifen. Tote Kinder. Krieg eben. Das, wofür man eine Armee braucht.<br />
<br />
Nach viel Warten wieder beim Doc. Der fragt mich erst mal, ob er sich <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Small_Computer_System_Interface">SCSI</a>-Festplatten kaufen soll und ein <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/RAID">RAID</a>-System. Ich berate ihn nach bestem Wissen und Gewissen. Keine Ahnung, woher der nun wieder wusste, dass ich mich mit Computern auskenne. Vielleicht hatte er nur geraten? Ich bin amüsiert aber es ist mir zugleich unheimlich. Der Rest ist der gleiche, der Doc will mir an die Eier. Am Schluss werde ich T3, also Tauglichkeitsstufe&#160;3. Und damit tauglich. Nach Ende meines Zivildiensts werden alle mit T3 ausgemustert werden. Eine <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gnade_der_späten_Geburt">Gnade der späten Geburt</a>?<br />
<br />
Dann kommt ein neues Zimmerchen, das zuvor nicht kam. Weil ich ja jetzt tauglich bin. Und der Typ will mir verschiedene Jobs bei der Bundeswehr andrehen. Ich sage, ich möchte schriftlich verweigern. Er kuckt ganz beleidigt aus der Wäsche. Ja was erwartet der denn von einem langhaarigen Typen? Hat der nicht begriffen, dass diese Typen mit Bundeswehrparka eben genau die sind, die nicht zum Militär wollen? <br />
<br />
Wenn ich heute meine schriftliche Verweigerung lese, dann könnte ich heulen und lachen. So einen Bockmist habe ich mein Leben lang nicht mehr geschrieben. Aber es hat funktioniert. Warum nicht einfach ein Formular zum Ankreuzen? Es sind ja nur zwei Möglichkeiten. Und da wäre noch so ein Detail. Der Gleich(un)berechtigung zuliebe sollten auch Frauen zum Wehrdienst müssen. Wenn wir dann noch einen ›Winter- und Sommerdienst‹ einführen würden, dann wäre das Problem der Ziviknappheit durch Verkürzung der Dienstzeit auf sechs Monate auch wieder ausgeglichen. Das Prozedere mit dem Eierkontrollgriff müssen wir dann halt nochmal überarbeiten.<br />
<br />
Von meinen elf Monaten Zivildienst war ich einen ganzen Monat lang krank geschrieben. Ich hatte den Leistenbruch reparieren lassen. 
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        <link href="http://www.drni.de/blog/archives/977-Vier-Tage-fuer-ein-Konzert.html" rel="alternate" title="Vier Tage für ein Konzert" />
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            <name>DrNI</name>
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        <published>2010-08-31T08:20:00Z</published>
        <updated>2010-09-01T08:48:18Z</updated>
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        <title type="html">Vier Tage für ein Konzert</title>
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                <div style="position:relative; margin-bottom:10px; margin-left:0px; width:652; height:auto; text-align:center" ><img style="border: solid 1px; vertical-align:text-bottom" src="http://www.drni.de/niels/weblog/pix/tontechniker-ohren.jpg" alt="" /><br />
<small>Eines der zwei goldenen Ohren unseres Lieblingstontechnikers. (Foto: Judith Neukamm)</small></div><br />
Für das Publikum ist alles easy. Da spielt eine <a href="http://www.delta-b.net">Band</a> zum Frühschoppen. Die machen Blues und so. Und auch Rock-Zeug. Der Eintritt ist frei, Sonntag um 11 geht es los. Für die Band geht es am Freitag um 19 Uhr los. Eine Chronologie von hinter den Kulissen aus Sicht des Bassisten.<br />
<br />
<strong>Freitag, etwa 19 Uhr:</strong> Ich fahre zu meinen Eltern und tausche meinen Kleinwagen gegen deren Transporter.<br />
<br />
<strong>Samstag, 9:30:</strong> Ich rufe beim <a href="http://www.jobaudio.de/">Verleiher</a> an. Das Konzert ist potentiell Open Air und das Areal ist riesig. Schon im Vorfeld haben wir das Gelände besichtigt und herausgefunden, dass unsere eigene Anlage zu klein ist. Wir leihen uns also zusätzliches Material aus, das geht natürlich von der Gage ab. Glücklicherweise hat sich der Mitbewohner vom <a href="http://www.theta-tontechnik.de/">Studio1</a> spontan bereit erklärt, uns für umsonst zu mischen und seine Anlage zur Verfügung zu stellen. Er möchte sein neues <a href="http://www.theta-tontechnik.de/stereoscope/">Produkt</a> ausprobieren, eine drahtlose Fernsteuerung für Digitalmischpulte auf Basis von Apples iPad. Müssten wir ihn und seine Anlage bezahlen, dann würden wir mit Glück auf Null rauskommen. Dennoch brauchen wir noch einen dicken Subwoofer dazu. Der Verleiher macht uns einen Freundschaftspreis. Am Telefon kläre ich die Modalitäten der Abholung, reserviert haben wir das Teil schon vor Wochen.<br />
<br />
<strong>11:00:</strong> Ich komme mit dem Transporter beim Lager des Verleihers an. Wir laden einen 2x15"-Subwoofer und ein zugehöriges Amprack in die Karre. Ich bezahle auch gleich vor Ort, dann ist das schon mal geregelt.<br />
<br />
<strong>12:05:</strong> Ich schwitze, obwohl das meiste Equipment fest montierte Räder hat. Zwischen dem Parkplatz und dem Studio1 der WG liegen einige Treppenstufen. Die Anlage ist nun komplett verstaut. Ein 2x15"-Subwoofer, den man zu zweit kaum tragen kann. Zwei Boxen für die Front, zwei für die Bühnenbeschallung, ein Bassverstärker, zwei fahrbare Racks mit Endstufen, ein Rack mit Effekten, ein Digitalmischpult und dazu noch diverse Koffer mit Kabeln. <br />
<br />
Im Proberaum werkeln unterdessen Sänger und Gitarrist: Die Kompaktlichtanlage wird in einen PKW verfrachtet, dazu kommen nochmal etliche Koffer mit Kabeln und Mikrofonen. Außerdem noch ein Gitarrenverstärker und eine Nebelmaschine. Wieder wo anders lädt der Bluesharp-Spieler ein Bühnenpodest für den Cajonspieler und zwei große Lichtstative in seinen Kombi. Dazu noch einen Verstärker. Instrumente sind bis jetzt noch nicht verladen.<br />
<br />
<strong>17:20:</strong> Ich blättere in der lokalen Zeitung. Wir haben eine Ankündigung mit Foto. Sehr gut. Die lästige aber mit Konsequenz betriebene Pressearbeit zahlt sich aus.<br />
<br />
<strong>Sonntag, 8:50:</strong>  Wir haben uns über die Vorgabe des Veranstalters hinweggesetzt, ab 9:30 könne aufgebaut werden. In eineinhalb Stunden bekommen wir die Bühne einfach nur unter Hektik fertig. Also 9 Uhr, aber ich bin zu früh. Die Nacht war nicht sehr lang, Müdigkeit nagt, und viel runter bekommen habe ich beim Frühstück nicht. Der Rest der Band trudelt ein, es wird entschieden, dass wir Open Air spielen, möge das Wetter halten. Dann folgt routiniertes Handwerk, der Mischer baut die dicke Anlage und sein Zeug zusammen, mir bauen den Rest auf, jeder kommt mit seinem Kabel zum Mischpult gewackelt und bittet um Verbindung.<br />
<br />
<strong>10:20:</strong> Unser Mischer lässt zum Einstellen der Anlage Reggae-Versionen von Police-Songs laufen. Das Wetter ist kühl und bedeckt. Es kommt Festival-Atmosphäre auf der Bühne auf. Draußen, Reggae, zweifelhaftes Wetter. Eine große und richtig fette Anlage dazu und eine überdachte Bühne. Das Mischpult steht neben der Bühne, unser Mischer mischt ja per iPad vom Publikum aus. Wir organisieren Planen für den Notfall. Musiker trinken bei Auftritten entweder Bier oder Kaffee, und heute hat uns der Veranstalter von letzterem gleich eine große Kanne hingestellt. Wir trinken reichlich.<br />
<br />
<strong>10:45:</strong> Der Aufbau ist fertig. Der Soundcheck auch. Nun hat jeder eine halbe Stunde Zeit, sich, seine Noten (oder eher: Notizen) und die Welt irgendwie zu sortieren. Eine Rauchen. Nochmal aufs Klo gehen. Lampenfieber. Kaum einer hat richtig gefrühstückt. Wir trinken Cola, um nicht unterzuckert herumzulaufen. Alle haben Kohldampf.<br />
<br />
<strong>11:15:</strong> Es geht los. Wie immer sind für mich die ersten zwei Songs die schlimmsten, da wird die Bühnensituation real. Nach der anfänglichen Nervosität kehrt eine gewisse innere Ruhe ein und alles ist gut. Während des ersten Sets kommen mehr Leute in den großen Biergarten, aber es ist zu kalt um voll zu werden. Sowohl was den exorbitant riesigen Biergarten als auch die Leute angeht.<br />
<br />
<strong>12:15:</strong> Wir sind beim zweiten Set. Die Pausen und Ansagen sind vertragsgemäß. Dem Publikum gefällt's.</strong><br />
<br />
<strong>13:15:</strong> Das dritte Set. Es wird leerer. Die Leute frieren und auch auf der Bühne ist es kalt. Mein Pulli ist zu dünn.<br />
<br />
<strong>14:10:</strong> Der harte Kern des Publikums hat uns eine Zugabe abgerungen.<br />
<br />
<strong>14:30:</strong> Wir sitzen drinnen in der Wirtschaft und bestellen uns was zu Essen. Das ist neben dem Musizieren der schönste Teil an der Sache. Zwiebelrostbraten mit Spätzle auf's Haus. Alle sind fertig von der Kälte und vom Hunger und brauchen dringend Futter. Die Dialoge werden einsilbig. Fünf Leute denken nur noch an das eine: Fressen! Kopfschmerzen kündigen eine Erkältung an. Hungrig schmeckt das kostenlose Essen dem Schwaben gleich dreimal gut.<br />
<br />
<strong>15:36:</strong> Der Tonmann und ich sind im Transporter auf dem Heimweg. Teile der Anlage müssen heute noch ausgeladen werden.<br />
<br />
<strong>16:42:</strong> Ich falle ins Bett.<br />
<br />
<strong>21:07:</strong> Verstärker und diverse Koffer müssen wieder die Treppe hoch. Aus den Boxen quillt Bob Marleys <em>Sun is Shining</em>. Draußen ist es kalt und dunkel. Es regnet. Ibuprofen hält die Kopfschmerzen in Schach.<br />
<br />
<strong>Montag, 19:50:</strong> Es kübelt aus Kannen als ich beim Lager des Verleihers aufschlage. Zu zweit sind die Monsterbox und das Amprack schnell ausgeladen und wieder ordentlich verstaut. Dann bringe ich noch den Transporter zurück. Nun ist das Konzert also vorbei.<br />
<br />
Und über all dem schwebt natürlich die Frage: <em>Warum seid ihr auch so blöd und <a href="http://www.drni.de/blog/archives/954-Machs-dir-doch-einfach-selber.html">macht das alles selber</a>?</em> Jede vernünftige Band würde doch einfach eine fertig aufgebaute Bühne mit Personal fordern. Nun, an der Vernunft mangelt es nicht. Aber da draußen hüpfen tausende kleine Bands von mittelguter bis sauguter Qualität rum. Die Preise sind im Keller. Wir versuchen immer, einen guten Preis zu machen, aber am Ende wollen wir den Job auch bekommen. So wie die Veranstalter an unserer Gage sparen, müssen wir an den technischen Dienstleistungen sparen, sonst haben wir am Schluss gar nichts mehr in der Bandkasse. Eine Anlage wie wir sie an diesem Sonntag open air hatten kann schon mal um die 500 bis 800&#160;Euro Miete kosten. Ohne Personal, versteht sich. Normalerweise bleibt der gute Ton an mir hängen, wofür ich mir kürzlich ein gebrauchtes Drahtlos-System zugelegt habe. So kann ich Bass spielend im Publikumsbereich herumspazieren und mir überlegen, was ich am Mischpult anders einstellen möchte. Während der Show ist sind plötzlich eintretende Veränderungen dennoch nicht auszugleichen.<br />
<br />
Es muss eben ein Hobby bleiben, denn auf diese Art kann man kein Geld fürs Leben verdienen. Andere fahren über's Wochenende in die Alpen, wandern zu einem großen Berg und klettern diesen hoch. Die eigentliche Kletterei dauert dabei auch kaum länger als unser Konzert. Hinterher wandern sie zurück und kehren ein. Dann sind sie auch müde und glücklich. Aber sie müssen die Getränke und den Zwiebelrostbraten selber bezahlen. <br />
<br />
Ich bin zufrieden mit meiner Wahl. 
            </div>
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            <name>DrNI</name>
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        <published>2010-08-29T21:23:00Z</published>
        <updated>2010-08-31T08:23:47Z</updated>
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                Bei all meinen Projekten im Leben frage ich mich stets, ob sie nicht einfach größenwahnsinnig sind. Viele Vorhaben lasse ich somit sausen, weil ich mich als inkompetent einschätze. Stets kommt dann jemand daher, der das gleiche oder ein ähnliches Vorhaben mit einer gnadenlosen Selbstverständlichkeit durchzieht und dabei alles schlechter macht als ich es tun würde. <br />
<br />
Erfolg hängt zumeist primär von der Vermarktung ab. 
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        <published>2010-03-01T23:14:00Z</published>
        <updated>2010-08-31T08:01:40Z</updated>
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                <blockquote>»Mir send auf dr Suche<br />
nocham Leba voram Tod.<br />
Des schtoht so em Prospekt<br />
vom psychiatrischa Institut.«<br />
<cite>aus: Schwoißfuaß&#160;&ndash; Gulli auf Rezept</cite></blockquote> 
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        <published>2010-08-17T17:54:00Z</published>
        <updated>2010-08-31T08:01:03Z</updated>
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                <blockquote>»›Meinen wahren Willen? Was ist denn das?‹<br />
›Es ist dein eigenes tiefstes Geheimnis, das du nicht kennst.‹<br />
›Wie kann ich es herausfinden?‹<br />
›In dem du den Weg der Wünsche gehst, von einem zum andern und bis zum letzten. Der wird dich zu deinem wahren Willen führen.‹<br />
›Das kommt mir eigentlich nicht so schwer vor.‹<br />
›Er ist von allen Wegen der gefährlichste. Er erfordert höchste Wahrhaftigkeit und Aufmerksamkeit. Denn auf keinem anderen Weg ist es so leicht, sich endgültig zu verirren.‹«<br />
<cite>Dialog zwischen Bastian und  Graógramán in der unendlichen Geschichte, Hörspielfassung</cite></blockquote> 
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        <published>2010-09-01T17:05:00Z</published>
        <updated>2010-08-31T07:55:57Z</updated>
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        <title type="html">Zitat</title>
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                <blockquote>»You can't find unconditional love in human beings. But with music, it's unconditional. It loves you back.«<br />
<cite>Joss Stone in einem Interview im Performing Songwriter, Band 14, 100. Ausgabe</cite></blockquote> 
            </div>
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        <published>2010-08-30T06:50:00Z</published>
        <updated>2010-08-30T15:45:27Z</updated>
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        <title type="html">Zitat</title>
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            <div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
                <blockquote>»Je rascher sich die Menschheit vermehrt und je mehr technische Mittel sie besitzt, desto mehr wird sie verflacht und zum gleichförmigen Kollektiv werden. Für die Menschheit als Masse besteht die Aufgabe des Lebens nur in der möglichst reibungslosen Eingliederung und Anpassung, im Herabschrauben der persönlichen Verantwortlichkeit auf ein Minimum.«<br />
<cite>Hermann Hesse 1951 in einem Brief an Kenro Takahashi</cite></blockquote> 
            </div>
        </content>
        
    </entry>
    <entry>
        <link href="http://www.drni.de/blog/archives/974-Sprachwuerdig.html" rel="alternate" title="Sprachwürdig" />
        <author>
            <name>DrNI</name>
                    </author>
    
        <published>2010-08-28T11:20:00Z</published>
        <updated>2010-08-29T12:10:37Z</updated>
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        <title type="html">Sprachwürdig</title>
        <content type="xhtml" xml:base="http://www.drni.de/blog/">
            <div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
                So, liebe Leser, es ist einmal wieder Zeit für Eure Intuition. Lest folgendes Schild in normalem Tempo und beantwortet für Euch ohne erneutes Lesen die unten stehende Frage.<br />
<br />
<div style="position:relative; text-align: center; margin-bottom:10px; margin-top:10px; width:auto; height:auto;" ><img style="border: solid 1px; " src="http://www.drni.de/niels/weblog/pix/sw-004.jpg" alt="" /><br />
<small>»Fotografieren und Filmen zu kommerziellen Zwecken bedürfen einer Vereinbarung mit der Parkleitung.«</small></div><br />
Die Frage: <em>Ist Fotografieren ohne Vereinbarung immer verboten?</em><br />
<br />
Sprachwissenschaftlich gesehen kann man sich fragen, wo man die Phrase <em>zu kommerziellen Zwecken</em> denn andocken möchte. Es gibt zwei Möglichkeiten. Das kann man sich verdeutlichen, wenn man die einzelnen Satzteile mal flott und flapsig mit Klammern als zusammengehörig kennzeichnet:<ul><li>[[Fotografieren und Filmen] [zu kommerziellen Zwecken]]<br />
Das ist die vermutlich von der Parkleitung intendierte Bedeutung: <em>zu kommerziellen Zwecken</em> bezieht sich auf die ganze Konstruktion <em>Fotografieren und Filmen</em>.</li><li>[Fotografieren und [Filmen [zu kommerziellen Zwecken]]]<br />
In der Variante bezieht sich  <em>zu kommerziellen Zwecken</em> nur auf <em>Filmen</em>, Fotografieren muss also immer genehmigt werden, auch zu nichtkommerziellen Zwecken</li></ul>Na ist doch logisch, was die gemeint haben. Das möchte man jetzt sagen. Ist es auch. Aber wenn man schnell über das Schild liest, dann muss der eigene Kopf im Vorbeilesen die Phrase <em>zu kommerziellen Zwecken</em> irgendwo ankleben. Das könnte schon beim <em>zu</em> ablaufen, spätestens aber wenn das Ende der Phrase erkennbar ist, das wäre beim <em>ist</em>. Um das Problemkind an die ganze Phrase <em>Fotografieren und Filmen</em> anzukleben, muss man in der Verarbeitung vermutlich weiter zurück in der Zeit, was einen höheren Aufwand bis hin zum erneuten Lesen des Satzes bedeuten kann. Vermutlich hat jemand über dieses Thema schon mal eine Studie gemacht. Und wenn ich nicht gerade an einem Paper arbeiten würde, dann würde ich mal danach suchen.<br />
<br />
Wie habt Ihr den Satz also intuitiv verstanden? (Die beabsichtigte Bedeutung ist klar, aber kommt die sofort rüber?) 
            </div>
        </content>
        
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        <link href="http://www.drni.de/blog/archives/941-Sprachwuerdig.html" rel="alternate" title="Sprachwürdig" />
        <author>
            <name>DrNI</name>
                    </author>
    
        <published>2010-06-08T07:59:00Z</published>
        <updated>2010-08-28T11:20:08Z</updated>
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        <title type="html">Sprachwürdig</title>
        <content type="xhtml" xml:base="http://www.drni.de/blog/">
            <div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
                Und hier kommt mal wieder ein neues Foto mit neuer Sprache. Eine der Cafeten unserer Alma Mater wandelt auf dem Feld der Pragmatik und liefert uns betrefflich ihrer Tassen folgende Aussage:<br />
<br />
<div style="position:relative; text-align: center; margin-bottom:10px; margin-top:10px; width:auto; height:auto;" ><img style="border: solid 1px; " src="http://www.drni.de/niels/weblog/pix/sw-003.jpg" alt="" /><br />
<small>»Achtung! Diese Becher sind gespült und sauber!«</small></div><br />
Und nun die Fragen an meine Leser: Wie versteht Ihr das? Was sagt das über andere Tassen, sind diese nur gespült, aber nicht sauber? 
            </div>
        </content>
        
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        <link href="http://www.drni.de/blog/archives/931-Sprachwuerdig.html" rel="alternate" title="Sprachwürdig" />
        <author>
            <name>DrNI</name>
                    </author>
    
        <published>2010-05-02T09:08:00Z</published>
        <updated>2010-08-28T11:20:02Z</updated>
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        <title type="html">Sprachwürdig</title>
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            <div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
                Und wieder&#160;&ndash; ganz im Sinne des <a href="http://www.drni.de/blog/archives/922-Sprachwuerdig.html">ersten <em>Sprachwürdig</em></a>&#160;&ndash; eine sprachliche Stolperigkeit aus dem Alltag, die es in den Kommentaren zu erklären gilt. Nicht gültig ist, sich in sprachpolizeilicher Manier darüber aufzuregen. So denn, liebe Kommentatoren, was ging hier schief?<br />
<br />
<div style="position:relative; text-align: center; margin-bottom:10px; margin-top:10px; width:auto; height:auto;" ><img style="border: solid 1px; " src="http://www.drni.de/niels/weblog/pix/sw-002.jpg" alt="" /><br />
<small>»Heute Stammessen: gebratene Maultaschen mit Ei, grüner und Kartoffelsalat.«</small></div><br />
Und warum gibt es in Deutschland tatsächlich in mehreren Städten ganz offiziell ein <a href="http://www.google.com/search?hl=de&q=%22Chemisches+und+Veterin%C3%A4runtersuchungsamt%22"><em>Chemisches und Verterinär&shy;unter&shy;suchungsamt</em></a> und fühlt sich das sprachlich gut an? 
            </div>
        </content>
        
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        <link href="http://www.drni.de/blog/archives/922-Sprachwuerdig.html" rel="alternate" title="Sprachwürdig" />
        <author>
            <name>DrNI</name>
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        <published>2010-04-19T16:43:00Z</published>
        <updated>2010-08-28T11:19:51Z</updated>
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        <title type="html">Sprachwürdig</title>
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            <div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
                Vielleicht wird dies hier der Anfang einer neuen Kategorie oder Serie. Immer wieder stolpere ich über Sprache, die mich stutzig macht. Und leider gibt es nirgendwo mehr korinthenkackende Stinkmorcheln als wenn es um Sprache geht. Hier wird mit größter Lust in falsch und richtig eingeteilt und verdammt, wessen Äußerung in die letzte Kategorie fällt. Aber darum soll es nicht gehen. Gehen soll es um die Dinge, die sich irgendwie ungemütlich anfühlen und bei denen man selbst überlegen kann, was da eigentlich passiert sein könnte. <br />
<br />
Den Anfang macht dieses Schild an einem Briefkasten:<br />
<br />
<div style="position:relative; text-align: center; margin-bottom:10px; margin-top:10px; width:auto; height:auto;" ><img style="border: solid 1px; " src="http://www.drni.de/niels/weblog/pix/sw-001.jpg" alt="" /><br />
<small>»Keine Werbung und auch Zeitung!«</small></div><br />
Erklärungsversuche&#160;&ndash; gerne auch sprachwissenschaftliche&#160;&ndash; dürfen in den Kommentaren abgeladen werden. 
            </div>
        </content>
        
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        <link href="http://www.drni.de/blog/archives/975-Die-Erkenntnis-des-Tages.html" rel="alternate" title="Die Erkenntnis des Tages" />
        <author>
            <name>DrNI</name>
                    </author>
    
        <published>2010-08-24T12:53:19Z</published>
        <updated>2010-08-25T01:58:12Z</updated>
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        <title type="html">Die Erkenntnis des Tages</title>
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            <div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
                <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Murphys_Gesetz">Murphys Gesetz</a> ist die einzige verlässliche Konstante im Leben. 
            </div>
        </content>
        
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        <link href="http://www.drni.de/blog/archives/969-Love-Machine.html" rel="alternate" title="Love Machine" />
        <author>
            <name>DrNI</name>
                    </author>
    
        <published>2010-08-18T10:24:00Z</published>
        <updated>2010-08-24T06:07:43Z</updated>
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        <title type="html">Love Machine</title>
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            <div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
                In meinem Umfeld greift ElitePartner um sich. Und es ist absolut logisch. Nun sind so langsam alle im Berufsleben angekommen. Man umgibt sich mit Menschen, die Kollegen sind. Die hat man sich nicht ausgesucht. Im Studium hatten alle ständig mit vielen Leuten zu tun und mit den netten freundete man sich an, ging aus, lernte sich kennen und oft auch lieben. Im Job hat man Glück, wenn die Kollegen in Ordnung sind. Mit Outdoor-Trainings und anderen gruseligen <em>teambildenden Veranstaltungen</em> versuchen Vorgesetzte womöglich, einen zu pseudofreundschaftlichen Beziehungen mit den Büronachbarn zu nötigen. Wie schon Sascha Lobo in seinem ansonsten nur schwer zumutbaren Buch <em>Wir nennen es Arbeit</em> ausführt, ist es nicht ungefährlich, seinen Freundeskreis durch einen Kollegenkreis auszutauschen. Richtige Freunde&#160;&ndash; also solche, bei denen man nachts um zwei mit verlorenem Hausschlüssel, kaputtem Handy, überzogenem Konto, gebrochenem Herzen und außerdem heulend und besoffen Sturm klingeln kann und die wissen, dass man diese Option niemals leichtfertig missbrauchen würde&#160;&ndash; sind auf die Art nicht zu gewinnen. <br />
<br />
Neue Leute lerne man nach dem Studium erst wieder kennen, wenn man Kinder bekommt. So habe ich mir mal von einer älteren Dame aus ihrem Erfahrungsschatz berichten lassen. Ist ja auch logisch, irgendwann sind die Kinder in einer kollektivbildenden Veranstaltung wie dem Kindergarten und darüber trifft man dann außerhalb des Kollegenkreises wieder Leute. Was aber, wenn man keinen Partner hat und auch keine Kinder? Woher nehmen? Auf der Straße hüpfen genug attraktive Menschen rum, aber wenn sie nicht sofort durchs Raster fallen, sobald sie den Mund aufmachen, dann fällt man selbst durch deren Raster. Oder natürlich die Standardvariante: sie haben bereits gefunden. <br />
<br />
17% der deutschen Erwerbstätigen waren im Jahr 2000 <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Akademikerquote">Akademiker</a>. Auf der Suche nach einem neuen Significant Other ist der ›Paarungsmarkt‹ Studium in meinem Alter entfallen und es geht gar nicht um Überheblichkeit, wenn man jemanden sucht, der auch studiert hat. Es geht einfach nur darum, genügend Gemeinsamkeiten durch einen nicht zu unterschiedlichen Lebensweg zu haben, um sich und seine Realität dem anderen erklären zu können. Jetzt fehlt nur noch ein kleines Zugeständnis. Und das ist: Da draußen wartet nicht der einzig richtige, sondern es gibt mehrere Kandidaten. Man muss davon einen finden. Den Suchraum einschränken auf suchende, mehr oder minder Intellektuelle mit genug aber nicht zu vielen gemeinsamen Interessen.<br />
<br />
Wessen Beziehung also den Sprung in die neue Lebenswelt der Berufstätigen nicht überlebt hat&#160;&ndash; und so wenige sind das nicht&#160;&ndash; dem bleibt am Ende nur die Love Machine. Freizeit hat der Berufstätige oft nicht im Überfluss, und die ständigen Misserfolge bei der Suche sind nervenaufreibend. Also lassen wir es den Computer machen. <br />
<br />
Ich seh den Tag schon kommen, an dem ich mich auch bei ElitePartner anmelde.<br />
 
            </div>
        </content>
        
    </entry>
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        <link href="http://www.drni.de/blog/archives/973-Die-Erkenntnis-der-Nacht.html" rel="alternate" title="Die Erkenntnis der Nacht" />
        <author>
            <name>DrNI</name>
                    </author>
    
        <published>2010-08-23T06:49:01Z</published>
        <updated>2010-08-23T06:49:01Z</updated>
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        <title type="html">Die Erkenntnis der Nacht</title>
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            <div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
                »Beim Geld hört die Freundschaft auf,« so ein Sprichwort. Dabei ist wohl noch etwas genereller: Sobald man in einer Beziehung Leistungen gegeneinander aufzurechnen beginnt ist die Beziehung dem Ende näher als man denkt. Geld als das im Kapitalismus angewandte Mittel der Wertschätzung treibt das nur auf die Spitze. 
            </div>
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        <author>
            <name>DrNI</name>
                    </author>
    
        <published>2010-08-22T19:15:09Z</published>
        <updated>2010-08-22T19:15:09Z</updated>
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        <title type="html">Die Erkenntnis des Tages</title>
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            <div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
                Ich werde mich nie damit abfinden wollen und können, dass auch Wochenenden ein Ende haben. 
            </div>
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            <name>DrNI</name>
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        <published>2010-08-16T09:28:13Z</published>
        <updated>2010-08-20T15:23:27Z</updated>
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        <title type="html">Die Erkenntnis des Tages</title>
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                Wenn alles gut wird gibt es kein Gutes mehr. 
            </div>
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            <name>DrNI</name>
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        <published>2009-07-05T14:09:00Z</published>
        <updated>2010-08-17T10:55:39Z</updated>
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        <title type="html">Maruszczyk Frog Beta 5 Custom</title>
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                <div style="position:relative; margin-bottom:10px; margin-left:0px; width:auto; height:auto;" ><img style="border: solid 1px; vertical-align:text-bottom" src="http://www.drni.de/niels/weblog/pix/frog-kopf1.jpg" alt="" /></div>Angefangen mit einem billigen Johnson, weitergemacht mit einem Ibanez Soundgear, dann mit ein paar Ausrutschern gelandet bei einem Harley Benton HBB5000 Edelbass, der in den letzten Jahren <a href="http://www.drni.de/blog/archives/766-Die-Geschichte-meines-Harley-Basstelton.html">bis zum Anschlag gepimpt</a> wurde. Doch der Weisheit letzter Schluss ist ein Harley Benton auch in Vollpimpung nicht, es fehlte an genügend Knurr und E- und H-Saite zeigten sich etwas schwammig, wenngleich auch viel besser als im Original. Ich machte mich auf die Suche nach einem weiteren Pferd im Stall, doch auch <a href="http://www.drni.de/blog/archives/777-Bis-jetzt-keine-Bass-Erleuchtung.html">renommierte Läden brachten nur marginalen Erkenntnisgewinn</a>. Leider wird man in vielen Läden auch dann noch irgendwie stiefmütterlich und von oben herab behandelt, wenn man im Begriff ist, bis zu 1500€ auf die Theke zu legen.<br />
<br />
Schon vor einem Jahr <a href="http://www.drni.de/blog/archives/576-Baesser-aus-dem-Osten.html">war ich auf Public Peace Productions gestoßen</a>, die Firma von Adrian Kuban-Maruszczyk, die nicht nur einige polnische Marken in Deutschland vertreibt, sondern unter dem Namen <em>Maruszczyk Instruments</em> auch eigene Bässe im Programm hat. Das nobelste Modell, der Frog Omega Signature, ist auch bei <a href="http://www.drni.de/blog/archives/605-Gadu-Gadu-Live-at-the-Yard.html">Gadu Gadu</a> zu hören&#160;&ndash; gespielt vom Meister selbst. Soundland in Fellbach hatte eine sehr kleine Auswahl an diesen Bässen, der lokale Bassguru war aber nicht sehr gesprächig darüber. Also schickte ich Adrian eine Mail mit ein paar Fragen und es entsponn sich eine kleine freundliche Korrespondenz. Dabei ist es wirklich erwähnenswert, dass Adrian sich um alle Sorgen und Wünsche direkt kümmert und dabei genau den Service bietet, den man in großen wie kleinen Musikläden selten findet.<br />
<br />
Zeit zog ins Land und irgendwann war ich der vagen Sucherei überdrüssig und mittlerweile hatte Adrian seine Vorführmodelle von der Musikmesse im Online-Shop. Kurzerhand entschied ich mich, mir einen Frog zur Ansicht schicken zu lassen. Das hatte Adrian so vorgeschlagen, er könne ja einfach mal was schicken. Ein Fünfsaiter sollte es werden, der Frosch war schon im Soundland recht angenehm vom Handling her. Vielversprechend war das Custom Modell mit aktiven EMG-Pickups und Noll Dreiband-Elektronik. I did the deed, und da kam das Paket, ein bemerkenswert geiles Gigbag von Canto dabei und ein richtig guter Gurt. Zunächst hatte sich auf unerklärliche Weise was verstellt, aber mit einer vorsichtigen Benutzung der beiden Halsspannstäbe war gleich alles in Butter. Das Ding also an den <a href="http://www.drni.de/blog/archives/705-SWR-WorkingPro-12.html">SWR Heizlüfter</a> geklemmt und aufgedreht und&hellip; <em>Boaarr ey Alter ey!</em><br />
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Vom Hals her etwas dicker als der Benton. Die Maruszczyk-Saiten garantieren, dass man den Sound auch beim Saitenwechsel behalten kann und spielen sich angenehmer als die bisher von mir benutzten D'Addarios. Leider klingen sie auf meinem Benton überhaupt nicht gut. Die Korpus-Form bezeichnet Adrian schlicht als »optimal«. Mir gefällt sie auch sehr gut. Beim Spielen fällt sie eigentlich gar nicht auf, für mich ein Zeichen, dass sie gut gewählt ist. Optisch muss man sie mögen, was ich tue und was meinen Hang zum Individualismus unterstützt. Durch die Bank ein nobles Gerät, ohne protzig zu sein. Das Handling lässt sich mit der Einzelreiter-Bridge und den zwei Spannstäben allen Wünschen anpassen.<br />
<br />
Sound ist eine schwierige Sache. Seit meinem Ausflug zu Station Music weiß ich, dass auch teuerste Bässe einen Sound haben können, den ich gruselig finde. Es ist also Geschmackssache. Der Frog klingt über einen SWR-Amp dezent knurrig aber nicht rotzig-knurrig. Tiefenfundament ist kein Problem. H- und E-Saite haben Definition. Mittig hat der Frog einen nasalen »Knöök«, der auf dem Hals-Pickup einen wundervollen Sound zum Poppen liefert, auf dem Bridge-Pickup lässt sich bei abgedrehten Höhen ein sehr individueller, leicht kontrabassiger Sound erzeugen. Beide Pickups zusammen geben einen eher braven aber noch durchsetzungsstarken Ton, der sich im Bandgefüge zumindest <a href="http://www.delta-b.net">bei uns</a> gut integriert. Mit der Dreiband-Elektronik kann man einiges machen. Diese Elektronik ist zusammen mit den zwei aktiven EMG-Humbuckern übrigens das »Custom« in meinem Frog Beta: Normalerweise gibt's beim Frog Beta die JM-Bestückung mit 2-Band-Elektronik.<br />
<br />
Ich habe also den Bass nicht wieder zurückgeschickt. Nicht ganz glücklich war ich zunächst über die paar kleineren Dings und Dongs im Lack, die das Messe-Vorführmodell mitbrachte. Dann rechnete ich den geschätzten Neupreis ohne Messe-Rabatt aus und wurde zufrieden. Der geschätzte Kollege R. kam auch zum Testen vorbei, fing kurzentschlossen das Sabbern an und landete mit einem viersaitigen Elwood&#160;L, einer Maruszczyk-Weiterentwicklung J-Konzepts, seinen persönlichen Traumbasstreffer. Ebenfalls um einiges reduziert, da von der Messe.<br />
<br />
Mittlerweile habe ich mit meinem Frog schon diverse Gigs gespielt und viele Stunden im Musikzimmer verbracht. Die Faszination hat noch nicht nachgelassen. Wer also einen frischen und frechen Bass mit Star-Qualitäten aber ohne Star-Allüren sucht, der sollte Adrian mal eine Mail schreiben. Doch Vorsicht: Steht so ein Frog einmal im eigenen Wohnzimmer, dann will er auch da bleiben!<br />
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<div style="position:relative; margin-bottom:10px; margin-left:0px; width:auto; height:auto;" ><img style="border: solid 1px; vertical-align:text-bottom" src="http://www.drni.de/niels/weblog/pix/frog-bass1.jpg" alt="" /></div> 
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        <published>2010-08-13T11:08:00Z</published>
        <updated>2010-08-14T20:27:55Z</updated>
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        <title type="html">Statistik</title>
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                <blockquote>»Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast.«</blockquote>Wer hat diesen Satz nicht schon mal gehört? Zugeschrieben wurde der Satz lange Winston Churchill,  <a href="http://www.klein-singen.de/statistik/churchill.php">es soll aber auch Hinweise geben</a>, dass er von Joseph Goebbels stamme. Dieser Satz impliziert, dass Statistiken so lange geschönt werden, bis das gewünschte herauskommt. Während es durchaus möglich ist, dass das im einzelnen passiert, halte ich die meisten Wissenschaftler für gründlich und aufrichtig genug um anständige Statistiken zu veröffentlichen. Das Problem dürfte viel eher sein, dass Journalisten wissenschaftliche Veröffentlichungen auf Sensationsgeilheit hin ausschlachten und es beim Lesen der Statistiken gar nicht so genau nehmen. Als Beispiel sei eine <a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/geht-sterben-3/">von Stefan Niggemeier aufgetischte Story</a> genannt: »Jede 2. Ehefrau geht fremd,« schrieben da die Blätter. Bei der Studie kam heraus, dass 55% der Teilnehmerinnen schon mal eine Affäre hatten. Es nahmen allerdings auch nur Leute teil, die schon mal fremdgegangen waren.<br />
<br />
Dazu passt es dann auch ganz gut, dass eine Quellenangabe sich meistens auf ein Teilsätzchen wie »wie britische Forscher herausfanden« beschränkt. Etwas besser macht es der <a href="http://www.focus.de/gesundheit/gesundleben/vorsorge/hygiene-haendewaschen-nur-unter-beobachtung_aid_444887.html">Focus in einem Artikel über Hygiene</a>, dort wird immerhin das wissenschaftliche Journal und die Institution der Autoren genannt: <blockquote>»Wissenschaftler der London School of Hygiene &amp; Tropical Medicine haben an öffentlichen Toiletten das Waschverhalten von Menschen untersucht. Sie beobachteten eine Viertel Million Toilettengänger und fanden heraus, dass nur 32 Prozent der Männer und 64 Prozent der Frauen ihre Hände mit Seife wuschen.«</blockquote>Männer, ihr Säue! Klarer Fall, oder? Nein, nicht so klar wie dargestellt: <em>Mit Seife</em> steht da, und wer das Original-Papier überfliegt findet schnell raus, dass Händewaschen ohne Seife als Nichtwaschen gezählt wurde. Das hätte der Focus deutlicher schreiben können. Es bleibt auch die Tatsache unerwähnt, dass die Wissenschaftler selbst das Wort »Pretesting« schon im Titel ihrer Arbeit haben. Und weiter schreiben sie:<blockquote>»To our knowledge, this study was the first to pretest the effect of many different interventions on important public health behavior.«</blockquote>Natürlich ist es weniger geil, von einer wissenschaftlich noch nicht als sicher geltenden Erkenntnis zu berichten als plakativ <em>Männer sind Säue</em> zu implizieren. Dennoch ist der Artikel im Focus weit weniger gruselig als man es von den Medien oft gewohnt ist. Mit 15$ oder einer Unibibliothek mit entsprechendem Zugang <a href="http://ajph.aphapublications.org/cgi/content/short/99/S2/S405">bekommt man die wissenschaftliche Arbeit im Netz</a>.<br />
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Der eingangs erwähnte Satz müsste eigentlich neu formuliert werden. Und zwar so:<blockquote>»Traue keiner Statistik, die du nicht selbst verstanden hast.«</blockquote> 
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        <published>2010-08-07T14:02:00Z</published>
        <updated>2010-08-13T16:39:52Z</updated>
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        <title type="html">Sprache, Welt und Chancengleichheit</title>
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                Als <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Computerlinguistik">Halblinguist</a> bin ich immer wieder erstaunt bis genervt ob der Tatsache, dass Menschen meinen, durch erzwungene Veränderung von Sprache die Welt verändern zu können. Da spielt die gute (bzw. schlechte) alte <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sapir-Whorf-Hypothese">Sapir-Whorf-Hypothese</A> mit rein, die annimmt, dass der Mensch nur sprachlich denke und daher sein Denken von den Möglichkeiten seiner Sprache geformt sei. Würde der Mensch anders sprechen, so würde er anders denken. Die letzte Konsequenz aus dieser Denke findet sich in Orwells Roman <em>1984</em>: Die Menschen benutzen nur noch die Sprache <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Neusprech"><em>Neusprech</em></a>, in der bestimmte Arten zu denken gar nicht möglich sind. Auch Noam Chomsky, der Papst der Linguistik, vertrat unlängst bei einem Vortrag in Stuttgart als  die Meinung, das menschliche Denken finde in Sprache statt. Es gibt aber auch Hinweise darauf, dass Sprache eher eine Art ›Symptom der Gedanken‹ ist und dass wir die Dinge in der Welt als nichtsprachlich gespeicherte Konzepte in unseren Köpfen herumjonglieren. Könnte man das mit größerer Sicherheit wissenschaftlich nachweisen, so wären Sapir und Whorf erstmal passé und die schöne Idee aus <em>1984</em> würde genau so sinnlos werden das Gepansche, um das es im Folgenden gehen soll.<br />
<br />
Die Sprachveränderung, oder vielmehr -verhunzung im Dienste der Gleichstellung ist im Deutschen omnipräsent. Da möchte ich gleich  vorneweg mal eine Frage ins Publikum werfen: Wenn es im Englischen an Berufsbezeichnungen (z.B. <em>cleaner</em> für <em>Putzfrau|mann</em>) nicht möglich ist, das Geschlecht zu unterscheiden, werden dadurch Frauen in englischsprachigen Ländern weniger benachteiligt als im deutschsprachigen Raum? Aber nicht nur Frauen und Männer sollen  gleichgestellt sein. Aus <em>Behinderten</em> wurden <em>Menschen mit Behinderung</em>, aus <em>Studenten/Studentinnen</em> wurde <em>Studierende</em>, was besonders zweifelssinnig ist, da es nur im Plural ohne Genus zu verwenden ist. Unlängst präsentierte die Uni Tübingen <em>den/die Studierende/n des Tages</em>. In Stellenanzeigen wird genus- und geschlechtsneutral und in coolem Englisch ein <em>Sales Manager</em> gesucht, aber weil das nicht neutral genug ist, wird die Neutralität nochmal überbetont:  <em>Sales Manager (m/w)</em>.<br />
<br />
Provokante Zwischenfrage: Wenn ein Rollstuhlfahrer in einem öffentlichen Gebäude vor einer unüberwindbaren Treppe steht, hilft es ihm dann, kein <em>Behinderter</em> sondern ein <em>Mensch mit Behinderung</em> zu sein? Gut, mit dieser Bezeichnung möchte man vielleicht betonen, dass Behinderte auch Menschen sind. In was für einer Welt leben wir denn, wenn man das extra betonen muss? Liebe Leser, fühlt doch mal in den Ausdruck <em>Mensch weiblichen Geschlechts</em> hinein&#160;&ndash; ist es nicht diskriminierend, extra zu betonen, dass Frauen auch Menschen sind? Oh, kapitaler Fehler! Frauen und Behinderte dürfen nicht in einem Satz genannt werden, denn das diskriminiert Frauen. Halt, stopp! Wenn behindert sein nichts schlimmes ist, warum diskriminiert es dann Frauen, zusammen mit Behinderten genannt zu werden? Und so weiter, bis sich alles in einer Logikwolke auflöst und verpufft.<br />
<br />
Zur Welt unabhägig von Sprache gibt es folgendes zu Sagen: Wir suchen Gleichberechtigung und Chancengleichheit. Soll heißen, der Behinderte möchte genau wie der Nichtbehinderte die Treppe hoch. Hier ist der Behinderte im Nachteil, also gehen wir auf seine besondere Situation ein und bauen eine Rollstuhlrampe. Damit hat der Behinderte die gleiche Chance wie die anderen. Und zwar nicht, weil wir ihn umgetauft haben sondern weil wir die Welt angepasst haben. Frauen bekommen Kinder. Männer können da machen was sie wollen, mangels passender biologischer Ausstattung können sie das halt nicht. Dadurch haben Frauen oft einen Nachteil im Beruf, das wird ja immer wieder diskutiert.  Im Fall Mütter und Beruf muss in unserer Welt auch noch einiges getan werden, damit Chancengleichheit besteht. Und zwar nicht nur Chancengleichheit zwischen Männern und Frauen sondern auch zwischen Frauen mit und ohne Kind. Chancengleichheit entsteht also dadurch, dass man auf Unterschiede eingeht und nicht dadurch, dass man diese Unterschiede verleugnet. Dieses Prinzip sollte man im Umgang mit allen benachteiligten Gruppen bedenken, ob es nun Menschen mit Migrationshintergrund, aus bildungsfernen Schichten, mit Behinderung oder mit weiblichem  oder gar männlichem Geschlecht sind. <br />
<br />
Bevor ich wieder zurück zur Sprache komme ein Blick auf Geschlechtermodelle. Derer begegnen uns mindestens drei. Zunächst ist da das biologische Geschlecht, das für die meisten Lebewesen unseres Planeten recht klar definiert ist. Dann gibt es das Konzept des sozialen Geschlechts, auch als Gender bezeichnet. Und zu guter Letzt gibt es noch das Geschlecht in der Grammatik von Sprache, was sich um Deutschen ganz wundervoll mit dem lateinischen Wort Genus bezeichnen lässt. <br />
<br />
So langsam setzt sich der Gedanke durch, dass biologisches Geschlecht und Gender auch total voneinander abweichen können. Schon allein darüber kann man eine lange Diskussion führen. Deutlich klarer ist die Lage beim Genus: Hier besteht eindeutig keine direkte Zuordnung zu Gender oder biologischem Geschlecht. Zwar sagen wir <em>Lehrerin</em> und <em>Lehrer</em> und machen damit nicht nur eine Genus- sondern auch eine Geschlechtsunterscheidung, aber schon beim Diminutiv wie <em>Mädchen</em> oder <em>Bübchen</em> zeigt sich, dass das resultierende Neutrum  weder mit biologischer noch mit sozialer Realität übereinstimmen muss. Weiter geht es mit subtileren Clashes in Sätzen wie <em>der Gast heißt Petra</em> oder <em>meine neue Hilfskraft heißt Klaus</em>, da würde auch niemand vom Genus der Wörter <em>Gast</em> oder <em>Kraft</em> auf das Geschlecht der Personen schließen wollen.<br />
<br />
Das Geschlecht (sowohl biologisches als auch soziales) kann also mit dem Genus übereinstimmen, muss es aber nicht immer. Wann was zutrifft, das hat <a href="http://schplock.wordpress.com/2010/03/08/bewahrerin/">Kristin vom Schplock</a> schön ausgeführt.<br />
<br />
Wörter und Ausdrücke sind Verweise auf existierende Tatsachen oder Objekte in einer realen Welt. Mehrere Wörter können auf das selbe Objekt  verweisen, wenn auch mit unterschiedlichen Nuancen, zum Beispiel <em>Auto</em>, <em>Wagen</em> oder <em>Käfer</em> können sich alle auf ein und das selbe reale Auto draußen auf dem Parkplatz beziehen. Wenn wir nun Wörter umtaufen, so beziehen sie sich immer noch auf die selbe Realität, diese ändert sich nicht. Der Behinderte wird auf der Straße nicht weniger behindert oder diskriminiert, wenn wir ihn <em>Mensch mit Behinderung</em> nennen. Und was Männer und Frauen angeht, so können wir mit <em>Lehrer</em> sowohl eine Lehrerin als auch einen Lehrer meinen. Man hört ja auch immer wieder von weniger feministisch konditionierten Frauen Aussagen wie <em>ich bin Student</em>&#160;&ndash; und selbstverständlich ist das keine Aussage über Geschlecht oder Gender. Andere Sprachen wie das Englische lassen das Genus bei Berufsbezeichnungen unterspezifiziert, wodurch man auch nicht auf die Idee kommt, auf ein Geschlecht zu schließen. Man weiß es einfach nicht. Das Norwegische kennt die Unterscheidung zwischen <em>lærer</em> und <em>lærerinne</em>, in der Regel wird aber die maskuline Form benutzt und das Verständnis davon ist gleich dem im Englischen: Man macht keine über das Geschlecht Angabe damit.<br />
<br />
Zum Abschluss daher eine Bitte an alle, die sich für Chancengleichheit für wen auch immer einsetzen: Macht die Welt besser, nicht die Sprache schlechter! 
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        <published>2010-08-12T19:05:00Z</published>
        <updated>2010-08-13T11:46:16Z</updated>
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                Ich mach es selbst. Ich <a href="http://www.drni.de/blog/archives/919-Alles-live-Elf-Klatscher-sollt-ihr-sein.html">mische</a> meine Musik selbst, ich baue meine <a href="http://www.drni.de/blog/archives/954-Machs-dir-doch-einfach-selber.html">Studio-Racks</a> selbst, ich <a href="http://www.drni.de/blog/archives/766-Die-Geschichte-meines-Harley-Basstelton.html">pimpe</a> oder <a href="http://www.drni.de/blog/archives/148-Schoene-Bescherung-Kaputter-Piep.html">repariere</a> meine Instrumente selbst, ich installiere mein <a href="http://www.drni.de/blog/archives/517-Die-Erkenntnis-des-Tages.html">Betriebssystem</a> selbst, ich schließe die <a href="http://www.drni.de/blog/archives/550-Ich-werd-zum-Buergi!-500-Gsallbahdr.html">Waschmaschine</a> selbst an, löte in meinem <a href="http://www.drni.de/blog/archives/726-Amateurchirurgie.html">Verstärker</a> herum, flicke mein Fahrrad wieder zusammen und kleine Sachen am Auto mach ich auch. Ich hab mir sogar schon mal die Fäden selbst gezogen.  Gründe dafür und dagegen gibt es genug. Meistens ist das Machenlassen <a href="http://www.drni.de/blog/archives/852-Steckerbelegung-Fussschalteranschluss-SWR-WorkingPro-12.html">zu teuer</a>. Manchmal bekommt man zwar vorgefertigte Produkte, aber die richtig guten sind zu teuer. Man kann es also besser. Aber oft muss man sich eingestehen, dass der Profi es noch viel besser könnte, wenn man ihn sich denn leisten könnte. Meine neueste Errungenschaft im Selbermachen:<br />
<br />
<div style="position:relative; text-align: center; margin-bottom:10px; margin-top:10px; width:auto; height:auto;" ><img style="border: solid 1px; " src="http://www.drni.de/niels/weblog/pix/diy1.jpg" alt="" /></div><br />
Der Patient von Heute spritzt sich seine Thrombose-Prophylaxe selber. Machenlassen ist der Krankenkasse nämlich zu teuer. Und ich kann Euch wirklich sagen, die Krankenschwester gestern in der berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik konnte das um einiges besser als ich. Aua!<br />
<br />
Abgesehen davon ist es eine interessante Erfahrung, man lernt eine neue Hemmschwelle in sich kennen. Gar nicht so einfach, sich eine Nadel reinzujagen. 
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        <published>2010-08-12T10:13:00Z</published>
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                Wenn es für Opera das AdBlockPlus-Plugin wie für Firefox gäbe, dann würde ich womöglich sofort wechseln. Nach fast einer Woche Testen von Opera nerven der langsame Seitenaufbau und die Behäbigkeit von Firefox deutlich. 
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                <blockquote>»Je höher die Absätze desto kürzer die Hauptsätze.«<br />
<cite>Dr. Eckart von Hirschhausen</cite></blockquote> 
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        <title type="html">Lesarten</title>
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            <div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
                … heißen auf Englisch <em>Word Senses</em>, was ich irgendwie schöner finde. Vielleicht hätte der Spammer auch an Word Senses denken sollen, bevor er mir als Musiker und Halblinguist die folgendermaßen titulierte Nachricht zukommen ließ:<blockquote>»Ever wanted a larger organ?«</blockquote>Ja, eiskalt erwischt hat mich dieser Werbefachmann! Die kleine Heimorgel, die ich mal für 1€ bei Ebay geschossen habe, steht aus Platzgründen bei meinen Eltern. Ich wollte schon immer mal eine richtig große <a href="http://www.google.com/images?q=hammond+organ">Hammond</a>. 
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        <link href="http://www.drni.de/blog/archives/961-Delta-B-Sommer.html" rel="alternate" title="Delta B – Sommer" />
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            <name>DrNI</name>
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        <published>2010-08-01T13:29:00Z</published>
        <updated>2010-08-02T17:55:09Z</updated>
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        <title type="html">Delta B – Sommer</title>
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            <div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
                <a href="http://www.delta-b.net">Die Kapelle</a> hat im <a href="http://www.drni.de/blog/archives/890-Blues-am-Schreibtisch.html">Studio2</a> operiert und das Ergebnis bei <a href="http://www.jamendo.com/de/album/72133">Jamendo</a> untergebracht. Ein netter kleiner Sommersong, denn wir alle hoffen ja noch auf einen gnädigen August mit vielen lauen Nächten und vielen kühlen Getränken und vor allem vielen netten Menschen. Ein-Klick-Reinhören hier:<br />
<br />
<div style="text-align:center;"><object width="200" height="300" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://fpdownload.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=7,0,0,0" align="middle"><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="wmode" value="transparent" /><param name="movie" value="http://widgets.jamendo.com/de/album/?album_id=72133&playertype=2008&refuid=258527" /><param name="quality" value="high" /><param name="bgcolor" value="#FFFFFF" /><embed src="http://widgets.jamendo.com/de/album/?album_id=72133&playertype=2008&refuid=258527" quality="high" wmode="transparent" bgcolor="#FFFFFF" width="200" height="300" align="middle" allowScriptAccess="always" type="application/x-shockwave-flash" pluginspage="http://www.macromedia.com/go/getflashplayer">&#160;</embed>&#160;</object></a></div><br />
 
            </div>
        </content>
        
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        <link href="http://www.drni.de/blog/archives/960-Eine-Hymne-fuer-den-unsichtbaren-Mann.html" rel="alternate" title="Eine Hymne für den unsichtbaren Mann" />
        <author>
            <name>DrNI</name>
                    </author>
    
        <published>2010-07-27T15:47:00Z</published>
        <updated>2010-08-01T13:34:09Z</updated>
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        <title type="html">Eine Hymne für den unsichtbaren Mann</title>
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            <div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
                Bei jedem größeren Konzert gibt es ihn und kaum einer hat ihn je gesehen. Den Stahlnervenstoiker, der jede noch so schlechte Band aushält, den Schwerstarbeiter, der jede noch so schwere Box trägt, den Erstversorger am akustischen Unfallort. Hier ist seine Hymne:<br />
<br />
<center><object width="640" height="385"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/Xdh31N_szFg&amp;hl=de_DE&amp;fs=1"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/Xdh31N_szFg&amp;hl=de_DE&amp;fs=1" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="640" height="385"></embed></object><br />
<small>(<a href="http://www.youtube.com/watch?v=Xdh31N_szFg">DirektRöhre</a>)</small></center> 
            </div>
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        <link href="http://www.drni.de/blog/archives/959-Die-Erkenntnis-des-Tages.html" rel="alternate" title="Die Erkenntnis des Tages" />
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            <name>DrNI</name>
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        <published>2010-07-27T08:33:33Z</published>
        <updated>2010-07-27T08:33:33Z</updated>
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        <title type="html">Die Erkenntnis des Tages</title>
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            <div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
                …kommt vom WG-Wohnungsmarkt: Frauen suchen meistens Mitbewohnerinnen. Männern ist es eher egal, ob sie mit einer Frau oder einem Mann zusammen wohnen. 
            </div>
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            <name>DrNI</name>
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        <published>2010-07-24T22:29:00Z</published>
        <updated>2010-07-25T09:50:05Z</updated>
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        <title type="html">Lounge Music</title>
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            <div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
                Sommerabends, es ist kalt, zwei Typen stehen auf dem Holzmarkt:<br />
<br />
Der eine so: »Das Beste ist Lounge. Wenn du gemütlichen Sex haben willst, so Lounge Music.«<br />
Der andere so: »Ich will keinen gemütlichen Sex!«<br />
<br />
Im Gehen aufgeschnappt, zwei Damen schauen verwundert, wie ich so ganz breit vor mich hin grinsend an ihnen vorbeiflaniere. 
            </div>
        </content>
        
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            <name>DrNI</name>
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        <published>2010-07-19T09:06:00Z</published>
        <updated>2010-07-24T17:38:21Z</updated>
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        <title type="html">Die Erkenntnis des Tages</title>
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            <div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
                Jeder Porno ist weniger frauenverachtend und erniedrigend als die zahllosen, vermutlich überwiegend von Männern erdachten <em>wisch-und-weg-und-putz-ganz easy</em>-Haushaltswerkzeuge. Mit denen schindet man sich wirklich völlig freudlos stöhnend durch alle Zimmer der Wohnung, muss trotzdem dauernd auf die Knie und ist am Schluss ganz nass und eingesaut. 
            </div>
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        <published>2010-07-18T22:25:00Z</published>
        <updated>2010-07-18T22:25:00Z</updated>
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        <title type="html">Deutsche Musik?</title>
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            <div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
                Drei Viertel der Band sitzen Garten und spielen mit Stimme, Cajon, Akustik-Gitarre und Akustik-Bass ein Lied von Schwoißfuaß. Einer kommt her und rühmt überschwänglich, dass wir ja die deutsche Sprache nicht vergessen hätten und endlich singe mal wieder jemand auf Deutsch.<br />
<br />
(Trivia: Die aus Bad Schussenried stammende und später in Reutlingen, Tübingen und dem ganzen Schwabenland ihr Unwesen treibende Rockband <a href="http://www.schwoissfuass.de">Schwoißfuaß</a> existierte von 1979 bis 1986 und traf sich 1996 zu einer einmaligen Comeback-Tour. Bekannt wurde sie vor allem durch ihre intelligenten schwäbischen Texte. Für viele des Denkens mächtige <a href="http://www.drni.de/blog/archives/589-Gedanken-an-eine-Landjugend.html">Landjugendliche</a> dürfte sie ein geistiger Rettungsanker gewesen sein.) 
            </div>
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            <name>DrNI</name>
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        <published>2010-07-17T10:06:00Z</published>
        <updated>2010-07-17T13:48:02Z</updated>
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        <title type="html">Die Erkenntnis des Tages</title>
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            <div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
                Ein guter Name für ein Blog mit schwierigem, eher lyrischem oder literarischem Inhalt wäre der folgende: <em>Problemstoff</em>. Das könnte natürlich auch ein Blog für modebegeisterte DIY-Schneider sein. Dann wäre da noch die <em>Problemstoffsammelstelle</em> abzugeben. Vielleicht ein im Kollektiv geschriebenes Blog… 
            </div>
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            <name>DrNI</name>
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        <published>2010-07-11T10:20:00Z</published>
        <updated>2010-07-14T19:18:29Z</updated>
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        <title type="html">Mach's dir doch einfach selber</title>
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            <div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
                <div style="position:relative; float:left; margin-bottom:10px; margin-left:0px; margin-right:10px; width:auto; height:auto;" ><img style="border: solid 1px; vertical-align:text-bottom" src="http://www.drni.de/niels/weblog/pix/studio2-rack.jpg" alt="" /></div>Träume mit Musik gibt es in vielfältigen Geschmacksrichtungen: Viele Musiker lechzen nach Aufmerksamkeit, also einem möglichst großen Publikum, am Ende geht es also um Berühmtheit. Andere möchten so gut spielen wie ihr persönlicher Held, also so schnell gitarrieren wie Eddie van Halen oder so brutal bassen Marcus Miller oder so geniale Jazz-Stücke schreiben wie Herbie Hancock. Manche möchten auch einfach nur Musik machen und davon leben. Um Gedanken zu Ruhm und Ehre und dem Leben sowie dem Internet als <em>dem dritten Weg</em> soll es in diesem Post gehen.<br />
<br />
Früher war die Welt nicht einfacher, aber überschaubarer. Der große irrationale Traum ist schnell erklärt: Man formiert eine Band, schreibt die genialsten Songs, übt und probt sich die Finger und Ohren blutig, und versucht möglichst viele Gigs zu bekommen. Eines hoffentlich baldigen Tages wird man dann von einer hoffentlich großen Plattenfirma entdeckt und hat es geschafft. <br />
<br />
Seit einiger Zeit gibt es einen neuen Traum: Man lässt sich von erniedrigenden <a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/lena-ist-nicht-die-ikone-der-buergerlichkeit/">Casting-Shows</a> biegen, formen und brechen und wenn man nur gut genug ist, dann wird man ein Star. Die Wahrheit ist natürlich, dass man vor allem gut genug verkäuflich sein muss, um so ein relativ schnell wieder fallengelassenes Sternchen zu werden. Der neue Traum ist außerdem nur für tanzende Sänger ein Traum, denn eine Band kommt darin nicht vor. Klar, es spielt eine Band und ohne diese Band wäre das ganze nichts, aber dafür hat sich niemand zu interessieren.<br />
<br />
Und dann gibt es noch den dritten Weg: <em>Mach's dir doch einfach selber</em>. In den vergangenen Jahren nicht wenig besungen wurden die Möglichkeiten des Internet. Ich mach das einfach alles selber und werde bekannt und berühmt ohne den ganzen Scheiß, bei dem mich Produzenten und Plattenfirmen abzocken!<br />
<br />
Zu erwähnen ist da zunächst noch eine zweite Entwicklung: Brauchbare Tontechnik-Gerätschaften sind mittlerweile recht günstig geworden. Computer können nahezu beliebig viele Audio-Spuren verwalten und während früher eine 4-Spur-Bandmaschine in die Tausende ging, bekommt man heute für unter tausend Euro ein vertretbares 8-Kanal-Interface. Und 8-Kanal heißt auch nur, dass man nicht mehr als acht Kanäle gleichzeitig aufnehmen kann. Das Abspielen besorgt der Computer und der mischt um einiges mehr live auf stereo runter. Synthesizer sind nicht mehr die LKW-füllenden Emerson Castles wie man sie von Fotos von <a href="http://mog.com/tangerman/blog/183861">Tangerine Dream</a> oder eben Emerson Lake &amp; Palmer kennt. Für wenig Geld bekommt man viele virtuelle Instrumente als Software und das ganze teure Equipment wie Kompressoren, Delay-Effekte, Chorus und Flanger und was-weiß-ich-noch-alles kommt als Software spottbillig oder bei der Recording-Software mitgeliefert daher. Und einen Computer hat sowieso jeder daheim. Aber selbst wenn man auf Hardware setzt kommt man günstig weg.<br />
<br />
Wer den vorangegangene Abschnitt als fachbegriffgeladenes Geschwurbel empfunden hat, der kann sich schon langsam einfühlen in das große Problem des Selbermachens. Aber bleiben wir zunächst beim Machen. Ist also das Homerecording-Studio ausgestattet und sind die genialsten Stücke oder Songs geschrieben, dann geht es ans Aufnehmen, Mischen, ein bisschen grundlegendes Mastering ist auch noch von Nöten. Ist das Album oder auch nur die Single endlich fertig, dann muss ein Cover dafür erstellt werden. Der Selbermacher sucht sich dafür einen anderen Selbermacher, allerdings keinen Musiker sondern einen Fotografen&#160;&ndash; oder er kauft sich eine passable Kamera und lernt Fotografieren. Dann kommt ein bisschen Grafik-Design auf den Speiseplan, denn das ganze Ding muss ja auch schön gestaltet werden. Ist die Platte dann endlich in Ton und Bild fertig, geht es weiter mit rechtlichem: Was ist die GEMA, möchte ich da Mitglied werden (nein!), aber was passiert wenn ich da nicht Mitglied werde (man kommt niemals im Radio), und wer zockt hier wen auf welche Art ab, und wer war die GVL und was macht die nochmal, ist Creative Commons eine Option, was ist der Unterschied zwischen Urheberrecht und Verwertungsrecht und was ist ein Lizenzvertrag?<br />
<br />
Sind die rechtlichen Hürden genommen, dann erscheinen eher komplexe Websites wie MySpace oder Jamendo oder last.fm nur noch Trivialitäten zu sein. Hochladen und berühmt werden!  Doch was hochgeladen wurde, das wird noch lange nicht heruntergeladen. Der Selbermacher übt sich nun in Marketing. Pressemitteilungen schreiben, Gigs organisieren, sich promoten. <br />
<br />
Wer möchte kann zu dieser langen Aufzählung an Fähigkeiten gerne noch Videoschnitt hinzufügen, denn wer sich auf YouTube versuchen möchte, der muss ja auch was Bewegtes anzubieten haben. Das alles ist also das Selbermachen. Oder vielmehr: Ein Teil der Realität des Traums davon. Ganz klar ist nämlich, dass man als Produzent, Tontechniker, Grafik-Designer und Marketing-Fuzzi und nebenher noch Musiker und Komponist hier nur mit Größenwahn überhaupt vorankommen kann. Niemand kann auf Anhieb das alles können. Findet man keine anderen Selbermacher, die einem Zeit und Knowhow spenden, so muss man Geld ausgeben. Und auch wenn das Equipment viel günstiger als früher ist, Geld ausgeben können heißt, seine Zeit zu verkaufen und einen Job anzunehmen, und dieser Job nimmt noch mehr Zeit weg als das Selbermachen. Noch mehr Zeit, die vom Wesentlichen abgeht: Vom Ersinnen und Realisieren einfach guter Musik.<br />
<br />
Immerhin, alles selbst machen heißt auch, alles selbst  bestimmen zu können. Nur verlassen kann man sich&#160;&ndash; wie bei den herkömmlichen Träumen auch&#160;&ndash; auf nichts. 
            </div>
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        <link href="http://www.drni.de/blog/archives/953-Deutschland-wird-Dritter-Grillen-zirpen-unbeirrt-weiter.html" rel="alternate" title="Deutschland wird Dritter – Grillen zirpen unbeirrt weiter" />
        <author>
            <name>DrNI</name>
                    </author>
    
        <published>2010-07-10T21:26:39Z</published>
        <updated>2010-07-10T21:26:39Z</updated>
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        <title type="html">Deutschland wird Dritter – Grillen zirpen unbeirrt weiter</title>
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                <a href="http://www.drni.de/niels/weblog/audio/grillenfussball.mp3">[Grillenfussball herunterladen]</a> 
            </div>
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        <link href="http://www.drni.de/blog/archives/952-Die-Erkenntnis-des-Tages.html" rel="alternate" title="Die Erkenntnis des Tages" />
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            <name>DrNI</name>
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        <published>2010-07-05T16:39:38Z</published>
        <updated>2010-07-07T07:28:42Z</updated>
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        <title type="html">Die Erkenntnis des Tages</title>
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            <div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
                Die Klinkenstecker von Hicon sind noch klobiger als die traditionellen Boliden von Neutrik&#160;&ndash; und machen dabei bei geringfügig kleinerem Preis einen ähnlich enorm saubrutal robusten Eindruck. 
            </div>
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        <link href="http://www.drni.de/blog/archives/950-Lockerer-Sommerpophit-Routine-von-Simone-Vignola.html" rel="alternate" title="Lockerer Sommerpophit: Routine von Simone Vignola" />
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            <name>DrNI</name>
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        <published>2010-07-01T07:49:01Z</published>
        <updated>2010-07-04T17:28:33Z</updated>
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        <title type="html">Lockerer Sommerpophit: Routine von Simone Vignola</title>
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            <div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
                <a href="http://www.myspace.com/simonevignola">Simone Vignola</a> ist Bassist und macht nicht wie die meisten Bassisten eine Form von <em>Musician's Music</em>, also Musik, die vor allem für Musiker interessant ist. Stattdessen präsentiert er einen leichtfüßigen sommerlichen Popsong:<br />
<br />
<center><object width="640" height="385"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/NkNDKsjSdsk&amp;hl=de_DE&amp;fs=1"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/NkNDKsjSdsk&amp;hl=de_DE&amp;fs=1" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="640" height="385"></embed></object><br />
<small>(<a href="http://www.youtube.com/watch?v=NkNDKsjSdsk">DirektRöhre</a>)</small></center><br />
Das dazugehörige Album <em>Going to the Next Level</em> hat der Italiener vor wenigen Tagen erst rausgebracht und es soll bald weltweit erhältlich sein. Eiligen Zeitgenossen muss es solange <a href="http://www.simonevignola.com/?p=603">iTunes oder CDBaby</a> tun.<br />
<br />
<hr /><small>Via <a href="http://www.bass-blogger.de/2010/06/29/simone-vignola-cd-und-video-veroeffentlicht/">Bassblogger</a>.</small> 
            </div>
        </content>
        
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        <link href="http://www.drni.de/blog/archives/951-Tierversuche-in-Tuebingen-Das-Feliometer.html" rel="alternate" title="Tierversuche in Tübingen: Das Feliometer" />
        <author>
            <name>DrNI</name>
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        <published>2010-07-04T10:27:00Z</published>
        <updated>2010-07-04T13:00:24Z</updated>
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        <title type="html">Tierversuche in Tübingen: Das Feliometer</title>
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            <div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
                <a href="http://www.jpberlin.de/tueinfo/cms/node/19109">Tierversuchsstadt Tübingen</a>! Aktivisten der <em>Antispeziesistische Aktion Tübingen</em> protestieren schon seit längerer Zeit mit verschiedenen Aktionen, darunter auch dem mehr oder minder legalen Anbringen von Aufklebern, gegen Tierversuche in Tübingen. Tierversuche sind immer wieder ein heiß diskutiertes Thema, bei dem den Forschern gerne das mangelnde Mitgefühl mit den Tieren und generell Grausamkeit unterstellt wird. Kontrovers wird diskutiert, so <a href="http://www.taz.de/1/debatte/sonntazstreit/artikel/1/%5Ckein-mitgefuehl-fuer-leidende-menschen%5C/">zitierte die taz</a> unlängst Margot von Renesse, Vizevorsitzende der Deutschen Parkinsonvereinigung: Sie ist der Meinung, dass leider nicht jeder Tierschützer Mitgefühl für leidende Menschen empfinde. Also nur Tierversuche für medizinische Zwecke, nicht aber für kosmetische? Hinter all dem steckt die grundsätzliche Frage, ob der Mensch generell dem Tier höher gestellt sei. <br />
<br />
Tübinger Forscher haben nun ein neues, durchaus zweifelhaftes Forschungsprojekt bewilligt bekommen. Dabei geht es um die Erforschung des dreidimensionalen Gravitationssinnes von Hauskatzen. Wie jedem Katzenliebhaber hinlänglich bekannt sein dürfte, fallen Katzen in der Regel auf die Füße, wenn sie denn mal fallen. Ganz gegenteilig verhält sich die Welt der Technik, hier sind komplexe und vor allem sehr teure <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Laserkreisel">Laserkreisel</a> bisher vor allem in Kampfjets vorzufinden. Diese können jedoch nur die Bewegung des Fortbewegungsmittels an sich erfassen, nicht die einzunehmende Lage, um auf einer bestimmten Seite (bei der Katze mit den Füßen nach unten) aufzukommen. Interesse an dem Projekt hat unter anderem die NASA bekundet, die für ihr Mars-Projekt eine zuverlässige und lagestabile Landefähre braucht. Aber auch die Automobil- und Rüstungsindustrie zeigte sich interessiert. Gsallbahdr konnte exklusiv einen Shot aus einem Versuchsvideo mit einem frühen Prototypen des <em>Feliometer</em> genannten Gerätes ergattern:<br />
<br />
<div style="position:relative; text-align: center; margin-bottom:10px; margin-top:10px; width:auto; height:auto;" ><img style="border: solid 1px; " src="http://www.drni.de/niels/weblog/pix/katzenvideoshot.jpg" alt="" /><br />
<small>Der sog. Doppelschwanzsensor ist das Kernstück des Feliometers.</small></div><br />
Wie auf dem Foto zu sehen ist, werden für die Versuche nur die Schwänze der Katzen verwendet. In diesen vermuten die Forscher um Prof. Dr. Musci Pulaa den eigentlichen Mechanismus der stabilen Lage der Katze im freien Fall. Nun könnte man meinen, die Katzen verspürten kein Leid mehr, denn sie seien ja nach Amputation des Schwanzes sicherlich getötet worden. Leider ist dem nicht so: Durch das komplizierte Verfahren werden die Schwänze von genetisch nahezu identischen Katzen benötigt. Deswegen züchten die Tübinger Forscher eine Variante der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Perserkatze">Perserkatze</a> in einem eigens dafür eingerichteten Labortrakt, in dem jede Katze nur einen kleinen Einzelkäfig für sich hat. Nach der Amputation des Schwanzes wird die Katze wieder aufgepäppelt. Bewährt sich ihr Schwanz in den zahlreichen Versuchsreihen mit dem Feliometer, so wird sie zur Zucht eingesetzt. Ziel sei die perfekte Züchtung einer Katzenrasse für Gravitationsmessungen, so Pulaa. Sei diese erst gefunden, so könne sie durch künstliche Befruchtung quasi in Serie hergestellt werden, so der indischstämmige Wissenschaftler weiter. Mit einem serienreifen Prototyp sei allerdings frühestens im Jahr 2014 zu rechnen.<br />
<br />
Tierversuche in der Medizin hin oder her, meiner Meinung nach brauchen wir sie für die ohnehin unnütze Mars-Mission sicherlich nicht! Das muss auch anders gehen. 
            </div>
        </content>
        
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        <link href="http://www.drni.de/blog/archives/949-Ratschlaege.html" rel="alternate" title="Ratschläge" />
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            <name>DrNI</name>
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        <published>2010-06-30T16:27:37Z</published>
        <updated>2010-06-30T16:27:37Z</updated>
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        <title type="html">Ratschläge</title>
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            <div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
                Man kennt das ja: Alle wissen immer alles besser und sind sich dabei nicht mal einig! Videoprojekt von Garvin Nolte:<br />
<br />
<center><object width="601" height="338"><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="movie" value="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=12748440&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=0&amp;color=00ADEF&amp;fullscreen=1" /><embed src="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=12748440&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=0&amp;color=00ADEF&amp;fullscreen=1" type="application/x-shockwave-flash" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" width="601" height="338"></embed></object><br />
<small><a href="http://vimeo.com/12748440">crossroads (what to do)</a> from <a href="http://vimeo.com/garvin">Garvin Nolte</a> on <a href="http://vimeo.com">Vimeo</a>.</small></center><br />
<br />
<hr /><small>via <a href="http://www.spreeblick.com/2010/06/30/schatz-wo-ist-eigentlich-das-navi/">Spreeblick</a>.</small> 
            </div>
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        <published>2010-06-20T09:31:00Z</published>
        <updated>2010-06-20T09:09:38Z</updated>
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        <title type="html">Religion</title>
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            <div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
                <div style="position:relative; margin-bottom:10px; margin-left:0px; width:auto; height:auto;" ><img style="border: solid 1px; vertical-align:text-bottom" src="http://www.drni.de/niels/weblog/pix/vga-kirchenfenster.png" alt="" /></div><br />
Religion versucht,  drei großen Fragen des Lebens zu beantworten: Wo kommen wir her, wo gehen wir hin, und warum gehen wir überhaupt? (Oder: Wo komme ich&#160;&ndash; wo kommt der Mensch her, was passiert nach dem Tod, und was soll ich mit dem Leben dazwischen anfangen?) <br />
<br />
Wer darauf keine Antwort braucht oder sich unabhängig selbst eine geben kann, der braucht auch keine Religion. 
            </div>
        </content>
        
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            <name>DrNI</name>
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        <published>2010-06-13T10:29:00Z</published>
        <updated>2010-06-19T12:21:05Z</updated>
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        <title type="html">Randnotiz zum RACT! 2010</title>
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            <div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
                <div style="position:relative; margin-bottom:10px; margin-left:0px; width:602px; height:auto; text-align:center;" ><img style="border: solid 1px; vertical-align:text-bottom" src="http://www.drni.de/niels/weblog/pix/secret-asian-men.jpg" alt="" /><br />
<small>Die <a href="http://www.myspace.com/secretasianmen"><em>Secret Asian Men</em></a> mit Frontfrau Janina hatten als Opener der kleinen Bühne am Freitag zunächst unverdient wenig Publikum. (Leider nur Handyfoto.)</small><br />
</div><br />
Sonntag morgen, das <a href="http://www.uni-tuebingen.de/uniradio">Uniradio</a> eröffnet heute mit <em>Sympathy for the Devil</em> seine Sendung zum Thema Satanismus in der Musik. Die letzten Tage lief auf der 96,6 natürlich nicht das Uniradio sondern die <a href="http://www.wueste-welle.de/">Wüste Welle</a>, die vom <a href="http://2010.ract-festival.de/">RACT!-Festival</a> live sendete. Dem Team dieses Festivals kann nicht genug gehuldigt werden. Mit freiwilligen Helfern und schmalem Budget eine Großveranstaltung derart professionell und reibungslos über die zwei Bühnen zu bringen, das ist einfach eine großartige Leistung. Doch wie so oft, kein Lob ohne Kritik: Der Live-Sound war eine Katastrophe. Undifferenziertes Gewummer in den  Tiefen, mittig nicht viel, und oben rum zum Teil recht bissig. Immerhin, so schlimm wie vorletztes Jahr war es nicht, denn da konnte man die Kick und die Snare akustisch nicht auseinander halten. Dieses Jahr schob die Kick alles weg und die Snare war nicht da, Bassisten waren eigentlich überflüssig, denn von ihnen hörte man nur ein tiefes, undifferenziertes Dröhnen. Doch damit genug gemeckert. Nochmal kurz zurück zum Lob: Die Security-Leute waren von der angenehmen Sorte und freundlich. Das macht das kontrolliert werden schon um einiges angenehmer. Gute Wahl.<br />
<br />
<hr /><small><strong>Nachtrag 2010-06-16:</strong> Richtige und richtig schöne Fotos vom RACT! gibt es bei <a href="http://eldersign.de/2010/06/16/ract-festival-2010-erlebnisse-eines-konzertfotografen-in-ausbildung">Eldersign</a>.</small> 
            </div>
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            <name>DrNI</name>
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        <published>2010-06-16T06:59:00Z</published>
        <updated>2010-06-16T10:55:11Z</updated>
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        <title type="html">Die Erkenntnis des Tages</title>
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            <div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
                Wir leben in einem Staat, in dem das Bundesverfassungsgericht die Opposition stellt und die Kabarettisten die einzigen sind, die die Wahrheit sagen. 
            </div>
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        <published>2010-06-18T11:33:00Z</published>
        <updated>2010-06-16T08:35:29Z</updated>
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        <title type="html">Die Erkenntnis des Tages</title>
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            <div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
                Etwas Besonderes zu haben ist eben leichter zu haben als etwas Besonderes zu sein. 
            </div>
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        <published>2010-06-14T07:42:00Z</published>
        <updated>2010-06-15T12:39:35Z</updated>
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        <title type="html">Gebeugte Gottesdiener</title>
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                Wenn man den Sonntagmorgen auf dem Parkplatz vor einer Kirche verbringt, dazu ein Käffchen schlürft und ein Solöchen auf dem Akustikbass dudelt, dann blicken einen die automobil eintrudelnden Kirchgänger griesgrämig an. Die Herrschaften sind meist gesetzteren Alters, aber auch die jüngeren sind nicht gerade fröhlich. Widert sie mein Anblick an? Ein Hippie, oh mein Gott, die RAF liegt schon im Gebüsch und hat Gruppensex? Aber was an mir ist schon Hippie. Oder ist es schlimmer, ist es eine Qual, am Sonntag dem Herrn zu dienen, in einem Gottesdienst? Wenn ihr glaubt und euch das stärkt, dann lächelt doch mal! Oder macht man das erst nach dem Kirchgang? Weil man erleichtert wurde. Um seine Sorgen, um seine Zeit, um sein Kleingeld? Ich bin nicht einmal getauft, ich verstehe von all dem nichts. Mir bleiben nur mein Bass und eine Tasskaff. Und dazu ein Lächeln am sonnigen Sonntagmorgen.<br />
<br />
Wir sind alle nur Ritter auf der Suche nach dem Glück. Auch Kreuzritter sind dabei. 
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            <name>DrNI</name>
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        <published>2008-11-01T11:49:00Z</published>
        <updated>2010-06-14T07:37:11Z</updated>
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        <title type="html">It's a marvelous night for a moondance</title>
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                <div style="position:relative; margin-bottom:10px; margin-left:0px; width:auto; height:auto;" ><img style="border: solid 1px; vertical-align:text-bottom" src="http://www.drni.de/niels/weblog/pix/moondance-mond.jpg" alt="" /></div>Der Tag beginnt um 12&#160;Uhr: Ein großes Auto muss her. Richtig groß. Manche mögen Eltern cool finden, die ein Mercedes Cabrio jederzeit an die Sprösslinge ausleihen würden. Bei meinen ist es ein Transporter von Fiat, riesiges Teil, irre viel PS (nicht so viel wie ein Mercedes Cabrio allerdings) sechs Gänge und aller anderer Scheiß. Und so gurken der B. und ich durch die Gegend und sammeln unser Equipment ein, im Proberaum, bei mir zu Hause. Dann noch eine Stunde Probe, das muss reichen, damit die Rüttmuss-Abteilung sich sechs Songs draufschafft, die sie noch nie gehört hat. Der Rest ist 12-Takter-Blues, wir machen die größenwahnsinnige Annahme, dass wir das sowieso im Schlaf können.<br />
<br />
Der Aufbau läuft ab 18&#160;Uhr vor Ort reibungslos. Die Sackkarre trägt das Stage Piano mit seinen 52&#160;Kilo ebenso mühelos wie den 15"-Subwoofer. Die Lokalität ist wie gewohnt eine akustische Katastrophe. Notfallrettung an den Summen-Equalizern, bei uns parametrisch ausgeführt. Ich tue was ich kann und das ist nicht genug. Heute habe ich als Bassverstärker den SWR LA12 dabei und sein Sound ist auch auf der Bühne ganz wundervoll, im Rahmen der Räumlichkeiten. Aber natürlich ohne die Power der PA hoffnungslos. Wir werden rechtzeitig fertig und nutzen das Catering. Warten auf die Band, auf das Highlight des Abends, wir sind ja nur die Trommelgruppe. Gäste kommen, die kein Stammpublikum sind, die Presse hat funktioniert. Um 21&#160;Uhr sollen wir anfangen. Eine Viertelstunde nach offiziellem Beginn noch keine Band da.<br />
<br />
Nervöses Handyphonieren: Stau, aha. noch eine Stunde etwa? Was machen wir denn jetzt? Ja gut wir machen erst mal Session. Damit die Leute nicht abhauen. OK, bis nachher, tschüss. <br />
<br />
Der geschätzte Kollege R. wird kurzerhand aus dem Publikum als Bassist rekrutiert, DrNI wechselt vom Bass ans Klavier, der ebenfalls im Publikum befindliche A. hat ein paar Harps dabei, und der B. singt zusätzlich zum Getrommel. Ein Line-Up, das noch nie zusammen gespielt hat, beginnt die Show mit Songs die zumindest der Bassist noch nie gespielt hat. Die Zeit vergeht, wir werfen den Basser in immer neue kalte Wasser, aber alles haut hin und der Groove im Rücken hilft am Klavier und die Leute klatschen mit, das lässt sich gut an.<br />
<br />
Mitten im <em>Hoochie Coochie Man</em> kommt die Kapelle und ich übergebe das Klavier direkt mitten im Song an den Star das Abends. Er und die Chanteuse übernehmen nun erstmal als Duo, während im Hintergrund der Aufbau läuft: Gitarre, Saxophon, noch ein Mic. Einpegeln am Pult, Sound einstellen, Monitor. Dann wieder DrNI am Bass, dem geht es bei gut der Hälfte aller Songs nicht besser als dem R., das Wasser ist kalt und man muss immer brav oben schwimmen. <blockquote>»It's marvelous night for a moondance<br />
with the stars up above in your eyes<br />
a fantabulous night to make romance<br />
'neath the color of October skies«</blockquote>Ganz so marvelous wie in Van Morrisons <em>Moondance</em> fällt der Rest das Abends allerdings nicht aus. Verstimmungen auf der Bühne, sowohl mangels Durchblick des Bassisten aufgrund von Unfähigkeit und mangelnder Kommunikation als auch durch soziale Verwirrungen zwischen anderen Teilen der Truppe. Ich schalte auf Durchzug und versuche, den Groove zu halten. Die Bude wird verrauchter, das Kondenswasser macht den Boden feucht und schliddrig, Durchblicksverlust führt zu kreativem Walking-Bass nach dem Motto »näherungsweise den richtigen Ton auf die Eins setzen«. <br />
<br />
Als ich gegen halb Vier mit dem großen Auto die Wohnstätte meines Bettes ansteuere ist »the color of October skies« einem undurchdringbaren Weiß gewichen, ein Nebel, der dem <em>Nichts</em> aus der Unendlichen Geschichte beachtlich nahe zu kommen scheint. Nur noch weißer sind die Balken in der Luft, die die Scheinwerfer zeichnen. Ausgelaugt vom Bühnenaufbau, vom Chaos, vom Bühnenabbau, doch keine Gedanken mehr, einfach nur noch zur geschätzten Gefährtin unter die Decke, die Augendeckel herunterrasseln lassen. Letzter Gedanke beim Einschlafen: Herrlich, diese Stille hier.<br />
<br />
Am nächsten Tag gegen 20&#160;Uhr wird das Equipment wieder im Proberaum verstaut sein. Die andere Band ist längst anderswo und spielt schon das nächste Konzert. Aber bei dem müssen sie selbst aufbauen und keiner rettet ihnen den Arsch, wenn sie erst eine Stunde nach Konzertbeginn auftauchen.<br />
<br />
Und ich dachte immer, Blues Brothers sei nur ein Film. 
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        <updated>2010-06-11T12:01:16Z</updated>
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        <title type="html">Unterwegs</title>
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                <a href="http://www.drni.de/niels/weblog/audio/raststaette1.mp3">[Soundtrack herunterladen]</a><br />
<br />
Und sie fahren wie die Irren und ich auch. Dann halte ich, um wieder normal zu werden. Ein Bus voll Tod eiert zum Scheißhaus, orientierungslos und überfordert mit Sanifair. Aus dem Lautsprecher tschilpt Vogelkonserve. Im Plastikwald pisse ich in den wasserlosen Urimat und bin glücklicher als andere: Der Todesbus ächzt um mich herum und hat Prostata. 
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        <published>2010-06-07T09:17:00Z</published>
        <updated>2010-06-07T08:29:08Z</updated>
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        <title type="html">Kaffprinzen</title>
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                <div style="position:relative; margin-bottom:10px; margin-left:0px; width:auto; height:auto;" ><img style="border: solid 1px; vertical-align:text-bottom" src="http://www.drni.de/niels/weblog/pix/weiher2.jpg" alt="" /></div><br />
Überm Weiher wird es Nacht<br />
Am Ufer schluchzend Kunigunde<br />
Übel sind die Prinzen dieses Kaffs.<br />
<br />
Sprachs, tauchte, ging zu Grunde<br />
Gegangen war der letzte Traum<br />
Und Prinz um Prinz ging vor die Hunde.<br />
 
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        <published>2010-05-29T06:40:00Z</published>
        <updated>2010-05-31T22:42:59Z</updated>
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        <title type="html">Das Letz niest wieder</title>
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                In einer Woche ist es wieder so weit: Allerlei bunte Spektateure, Tübinger und andere Blogger und Twitterer treffen sich, <a href="http://eldersign.de/2010/04/23/erkenntnisse-des-3-tuebinger-blogger-und-twitterertreffen/">starren auf ihre iPhones</a> und hören dabei Leuten beim Lesen ihrer Elaborate zu. Manche starren auch auf die Leute auf der Bühne, andere in ihre Flaschen. Das <a href="http://www.drni.de/blog/archives/888-Das-Letz-niest.-Und-auf-die-Zwei..html">letzte Mal</a> war es jedenfalls <a href="http://www.drni.de/blog/archives/900-Das-Letz-machte-Hatschi..html">ein netter Abend</a>.<br />
<br />
<div style="position:relative; text-align: center; margin-bottom:10px; margin-top:10px; width:auto; height:auto;" ><img style="border: solid 1px; " src="http://www.drni.de/niels/weblog/pix/letz-niest-2.jpg" alt="" /></div><br />
Meine Wenigkeit wird leider nicht anzutreffen sein, weder vor noch auf der Bühne. Auf den Brettern dieses Mal ein neues Programm. Nähere Infos zur Veranstaltung gibt es auf der <a href="http://www.das-letz-niest.de/">dazugehörigen Website</a>. 
            </div>
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        <published>2010-05-26T09:19:00Z</published>
        <updated>2010-05-26T21:34:15Z</updated>
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        <title type="html">Männermusikerwohngemeinschaft</title>
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                Und wir sitzen in Unterhosen in Zimmern und machen was mit Musik und mit Computern. 
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        <published>2010-05-26T08:55:00Z</published>
        <updated>2010-05-26T10:05:34Z</updated>
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        <title type="html">Durch die Nacht</title>
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                <div><object width="480" height="385"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/nqTXwN9s0mQ&hl=de_DE&fs=1&"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/nqTXwN9s0mQ&hl=de_DE&fs=1&" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="480" height="385"></embed></object><small><br />
(<a href="http://www.youtube.com/watch?v=nqTXwN9s0mQ">DirektRöhre</a>)</small></div><br />
Am Kla4. Ich höre die Akkorde raus, sind ja nicht zu viele, und dann die Melodie, ist ja nicht zu abgefahren. Die Ohren sind Maschinen, immer besser und geschmierter laufen sie, je länger ich mich mit Musik befasse. Doch Pessimist bleibt Pessi-Mist und die Unendlichkeit liegt immer vor mir, die Stimme trifft einfach nicht sauber, die geölten Maschinen ächzen ob der Dissonanzen. Unendlich ist nicht zählbar und liegt auch hinter mir, ich bin nur ein Punkt in Raum und Zeit, der niemals innehalten kann. Es geht immer weiter durch die Nacht. Doch es ist schon Vormittag und in einer hinteren Ecke des Hirnkastens schreit die Arbeit schon nach mir. Halt und stopp, jetzt ist meine Quality Time, die Zeit für meine verbleibende Kreativität, der Slot für den letzten Funken, der nie erlöschen darf. So viele Lieder müssten noch gespielt oder geschrieben werden. 
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        <published>2010-05-12T07:05:00Z</published>
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        <title type="html">Die Erkenntnis der Nacht</title>
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                »Dumm fickt gut« stimmt gar nicht. Die Wahrheit ist: »Dumm wird öfter gefickt.« In diesem oder in jenem Sinne. 
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        <published>2010-05-12T13:22:33Z</published>
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        <title type="html">393</title>
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            <div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
                393 Tage habe ich auf mein Master-Zeugnis gewartet. Und nun ist es fertig. Doch heute scheitert das Abholen desselben daran, dass das Prüfungsamt keine Zeit für mich hat. 
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        <published>2010-05-05T07:06:00Z</published>
        <updated>2010-05-06T15:37:35Z</updated>
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        <title type="html">Einfach weg</title>
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            <div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
                Der Vermieter brüllt nur ein bisschen. Ein Wagen fährt vor, der die Habseligkeiten der <a href="http://www.drni.de/blog/archives/916-Die-Schabe.html">Schabe</a> schluckt. Was man nicht alles in Monaten des Nie-allein-seins erlebt hat. Privatklopapier wie auf dem Campingplatz, mehrmals Polizei im Haus, nachts herumschleichende Gestalten in der Hütte. Doch dann, ganz überraschend und kurzfristig, kündigt die Schabe ihren Auszug an. Und nach nur geringfügig brachialer erneuter Aufforderung dauert es dann keine zwei Stunden und sie ist weg.<br />
<br />
Der geschätzte Mitbewohner und ich, beide gleichermaßen fassungslos, richten uns ein Wohnzimmer ein. Lieber mehr zahlen als sich einen nächsten Psychopathen aufzuhalsen.  
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