Nachts am Neckar geschehen seltsame Dinge

Geschrieben von DrNI am Mittwoch, 22. Juli 2009 um 00:21 in Direktsaft, Tübingen
Ich schlappe runter zur Neckarbrücke, Stativ unterm Arm und Fototasche über der Schulter. Die Polizei hält mich mal wieder an. »Nicht auch noch zu Fuß,« denke ich. Doch heute geht es nicht um mich. Ob ich einen Mann habe wegrennen sehen, fragen die Beamten mich. Ich verneine. Ich gehe über die Brücke, baue das Stativ auf und versuche mich an ein paar Langzeitbelichtungen. Als ich wieder abziehe suchen Leute am anderen Ufer mit Taschenlampen nach etwas oder jemandem. Daheim angekommen lade ich die Fotos auf den Rechner. Ich kann durch die offene Balkontür einen Hubschrauber hören, er ist ganz nah, aber da ist nichts zu sehen. Dann macht er den Suchscheinwerfer an, ein ganz heller Fleck am Himmel. Er steht eine Weile und wirft Schein, entschwindet dann genau so schnell hinter dem Österberg wie er gekommen war.

Es ist mir ein Rätsel. Zwei Fotos sind gut geworden.

Morgen ChillLive im Haag

Geschrieben von DrNI am Mittwoch, 8. Juli 2009 um 10:32 in Klangkonsum, Musizieren, Tübingen
Morgen findet wie jeden zweiten DonnerstHaag im Monat im Café Haag in Tübingen die ChillLive statt.


Wie immer gibt es frische elektronische Musik von Chillout über Ambient bis experimentell, alles on the fly generiert und improvisiert.
Eindrücke gibt es bei MySpace.

Los geht's um 21 Uhr, der Eintritt ist frei.

Cool wie Berlin?

Geschrieben von DrNI am Mittwoch, 24. Juni 2009 um 10:53 in Direktsaft, Tübingen
Ist Tübingen so cool wie Berlin? Sicherlich würden das viele nicht so sehen. Aber das kann noch werden, (fast) pleite ist die Stadt schon mal. Es wurde eine Haushaltssperre verhängt, wie das Schäbige Tagblatt zu berichten weiß. Es kann also nicht mehr lange dauern, bis Tübingen auch richtig cool ist und alle hin wollen.

Falls uns die Mietpreise nicht einen Strich durch die Rechnung machen…

Die Erkenntnis des Tages

Geschrieben von DrNI am Mittwoch, 17. Juni 2009 um 20:03 in d.E.d.T., Tübingen
Tübingen brummt: Stocherkahnrennen, Jugendkulturtage, RACT!-Festival, Markt der Möglichkeiten, Bildungsstreik… und von was berichtet DrNI? Von nichts. Außer von der Weisheit aus dem Wartezimmer: »Ein Gesunder hat tausend Wünsche, ein Kranker nur einen.«

Hatschi!

Heute ChillLive!

Geschrieben von DrNI am Donnerstag, 11. Juni 2009 um 16:46 in Klangkonsum, Musizieren, Tübingen
Peinlich, wenn man sich in den eigenen Kommentaren ans Bloggen erinnern lassen muss. Aber natürlich ist auch heute wieder…


Die Session für Ambient und experimentelle Elektronik in Tübingen im Café Haag. Leider ohne ausgefallene Lightshow, aber natürlich wie immer mit frischen und frechen Sounds aus digitalen und analogen Saitenhaltern und zahlreichen Synthesizern.

Los geht's um 21 Uhr, Eintritt frei. Bequeme Sofas sind vorhanden und Cocktails stehen auf der Karte.

Prelisten wie immer auf MySpace.

Am morgigen DonnerstHaag wieder ChillLive

Geschrieben von DrNI am Mittwoch, 13. Mai 2009 um 10:17 in Klangkonsum, Musizieren, Tübingen


Morgen Abend ist es wieder so weit!

Die ChillLive Session für Ambient und experimentelle Elektronik
steigt im Café Haag in Tübingen. Eintritt frei, los geht's um 21 Uhr.

Geboten werden allerlei interessante Töne aus Keyboards, Laptops,
MIDI-Gitarren, E-Bässen und anderem Material. Außerdem
gibt es eine coole Lightshow.

Gerüchten zufolge wird es als Special ein Stück für zwei Bässe
und zwei Delays sowie ein Werk für Bass und Bandmaschine geben.

Eindrücke bisheriger Session gibt es bei MySpace.

Morgen Sofapowerfläzen bei der ChillLive

Geschrieben von DrNI am Mittwoch, 8. April 2009 um 15:44 in Klangkonsum, Musizieren, Tübingen
Morgen gibt es eine neue Ausgabe der Tübinger Live-Sitzung für
Ambient & experimentelle Elektronik.



Wie üblich im Café Haag, los geht's um 21 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Was auf die Ohren von den letzten drei Sessions gibt es auf der
MySpace-Seite der ChillLive.

Universität ohne Identität

Geschrieben von DrNI am Montag, 9. Februar 2009 um 10:49 in Gebührend studieren, Tübingen
?
Oh Frankenberg vergibt ihnen, denn sie wissen nicht, wer sie sind! Ja was ist sie denn, die Universität Tübingen? Wer ist sie? Was will sie? Wo will sie hin? Wo kommt sie her? Nur letzteres scheint sie so in etwa zu wissen, denn irgendwo her kommt man ja immer, da kann man nichts dagegen tun. Vergessen kann man das eine oder andere Detail natürlich in einer 532 Jahre währende Existenz schon mal. Wie's so im Großen und Ganzen gelaufen ist, das weiß man aber schon.

Doch wo es hingehen soll und wer man heute ist, das scheint man nicht so genau zu wissen. Ist auch irgendwie unwichtig. Das ist der Elfenbeinturmismus, den man der Akademie vorwirft, und in so manchem Punkt gibt sie sich diesem mit Lust hin. Zum Beispiel wenn es um Werbung geht. Wenn man sich vorstellt, muss man wissen, wie man heißt. Das könnte noch klappen. Aber wenn man dann ein Produkt verkauft, muss man auch wissen, was man bieten kann und vor allem, in was man besonders ist. Und da hört es auf. Lieber sitzt man herum und wundert sich, dass die kleinen Studiengänge immer kleiner werden. Kein Wunder, kennt sie von den Abiturienten doch niemand. Klar, Englisch oder Deutsch oder Jura oder Betriebswirtschaft, auch Medizin, ja die sind allen ein Begriff. Auch die Pädagogik ist beliebt. Aber zum Beispiel in der Computerlinguistik werden es weniger und weniger. Und nicht nur dort. Die Statistik verzeichnet unzählige Studiengänge mit unter zehn Studenten. Wie viele von diesen Auslaufmodelle sind, steht da leider nicht.

Die Identitätskrise fängt schon im Grundsatz an: Man hat kein Gesicht. Die Palme als Logo, die hat man. Aber wenn ich nach Vorlagen (LaTeX Documentclasses) für meine Master-Thesis suche, dann finde ich haufenweise welche von ausländischen Unis. Mit deren Logo und deren Style drin und drauf. Hier in Tübingen gibt es zwar eine Stabsstelle für Hochschulmarketing, aber mit einem äußerlich uniformen und damit stark wirkenden Auftritt tut man sich schwer. Jede Abteilung erfindet ihr Rad neu, überall werden Kompetenzen im Layouten neu erworben, meist aus Zeitmangel mehr schlecht als recht. Hiwis werden auf Fortbildungen geschickt, Profis gibt es kaum. Der Unishop bietet solange T-Shirts feil und bestellt Brieföffner um ein Heidengeld, die dann als Präsente an politische Freunde überreicht werden.

Was aus dieser Uni auf Papier oder im Web herausquillt, das hat kein Gesicht. Denn niemand weiß so recht, wie dieses Gesicht aussehen soll. Und einfach was festlegen will auch niemand. Obwohl es dafür genug mächtige Menschen in der Institution gäbe. Und wohin die Reise gehen soll, das weiß auch niemand. Auf die Fahnen geschrieben hat man sich: Nichts. Man möchte weiterhin in seinem Turm sitzen und hoffen, dass man trotz hochnäsiger Abwesenheit in der Öffentlichkeit weiterhin von dieser Gelder bekommt und dass man weiterhin aus dieser Studenten bekommt.

So kann es nicht weitergehen. Hoffen wir, dass die Tübinger die Stocherstange noch rechtzeitig herumgerissen bekommen. Vor allem was die Anwerbung von Abiturienten angeht. Denn ohne Studenten können wir den Laden dicht machen.

Auch wenn diese von manchen eher als lästig empfunden werden.

Neu: ChillLive

Geschrieben von DrNI am Sonntag, 1. Februar 2009 um 20:10 in Klangkonsum, Musizieren, Tübingen
ChillLive ist die neue Jam-Session für Ambient und Elektronik in Tübingen. Jeden zweiten Donnerstag im Monat wird es im Café Haag experimentelle Klänge geben. Eine Session fand schon statt und man kann auch einen Teil der Performance online anhören. DrNI ist mit dabei als Koordinator und technischer Leiter.

Alles Weitere auf der (neuen) MySpace-Seite von ChillLive.

Bildungsmagazin vs. Uniwelle

Geschrieben von DrNI am Mittwoch, 14. Januar 2009 um 14:07 in Gebührend studieren, Tübingen
Die Universität Tübingen verfügt mit der Uniwelle über ein eigenes Radio. Mittwoch abends und Sonntag morgens sendet die Uniwelle auf der 96,6 im Äther und auf der 97,45 im Tübinger Kabel. Die Ausstattung des Sendestudios kann durchaus als amtlich betrachtet werden. Nun weiß kaum ein Student vom Vorhandensein dieser Institution. Kein Wunder, ist die Zielgruppe des Uniradios doch nicht der Student sondern die größere Öffentlichkeit, die vom universitären Leben mehr erfahren soll. Die Sendungen sind technisch meist auf einem hohen Niveau, inhaltlich dann aber oft so speziell-intellektuell, dass es niemand mehr hören mag. Kurzum, man fragt sich, wer (außer mir) überhaupt regelmäßig zuhört. Hinzu kommt noch die Leiterin des Unternehmens, die mit ihrer Art zu führen und zu leiten leider die durchweg studentischen Mitarbeiter permanent verschleißt.

In einer Stadt, in der es zu allem Normalen jeweils noch etwas geben muss, das sich als alternativ bezeichnet, ist nun das geschehen, auf was ich schon seit Jahren warte: Die Wüste Welle, die auch außerhalb der Uniradio-Sendezeiten die Hoheit über die genannten Frequenzen hat, hat zum Jahresbeginn ihr eigenes Bildungsmagazin ins Leben gerufen. Und das kommt heute wie jeden Mittwoch um 16 Uhr, also genau eine Stunde vor der Uniwelle Kompakt. Dazu gibt es auch eine blogartige Webpräsenz und es wäre zu hoffen, dass es auch ein vernünftiges Archiv gibt, denn das der Uniwelle ist leider unter Betriebssystemen ohne Original-Quicktime nicht zugänglich. Es bleibt spannend, wie sich das Bildungsmagazin entwickeln wird und wie es im Gegensatz zu seiner verstaubten Schwester, der Uniwelle, 2.0-Technologien mit einzubeziehen vermag.

Wie alternativ und »politisch« es dann zugehen wird, darauf bin ich auch gespannt. Wegen mit müsste ja nicht immer alles Alternative auch gleich politisch sein, vor allem weil politisch ja immer weit links bedeutet (rechts-außen ist also nicht politisch?!). Aber besser sollte es sein. Und interessanter.