Wort zum Ende vom Geld

Geschrieben von DrNI am Donnerstag, 24. September 2009 um 20:15 in Gedanken gehen ihren Gang
Das Ende vom Geld ist mal wieder vor dem Ende vom Monat erreicht. Ab und zu lässt sich das nicht vermeiden. In der Regel greifen in meinem Kopf dann verschiedene Abwehrstrategien. Zunächst grase ich die Wohnung ab nach Zeugs, das man bei Ebay verkaufen könnte. Ich finde zwei Röhrenmonitore und einen großen alten Laserdrucker. Die sind leider so schwer und wertlos, dass niemand dafür Versandkosten bezahlen möchte. Also inseriere ich in der Sperrmüll-Zeitung und auf deren Webseite. Es kommt auch eine junge Dame und möchte den Drucker erwerben. Doch als sie ihn sieht, da erschrickt sie und meint sie habe sich das Ding kleiner vorgestellt. Und so was aus dem Mund einer Dame. Wie dem auch sei, auf ihr Fahrrad passt der Kasten definitiv nicht und so zieht sie ab. Da sitze ich mit meinen Bildschirmen und dem Drucker und pumpe die geschätzte Gefährtin zwecks Vermeidung von Bankenterror an.

Die nächste Strategie ist dann eine meist geistige Beschäftigung mit den Möglichkeiten zur Aufstockung des Einkommens. Da habe ich viele gute Ideen. Dann sortiere ich die raus, die maßgeblich mit Arbeit verbunden sind. Zeit und Schlaf und Geld, die drei Dinge von denen man im Leben meist zu wenig abbekommt. Also muss man sparsam damit umgehen. Die verbleibenden Ideen verwerfe ich dann meistens, und alles ist gut. Schlimmer wird es, wenn ich sie nicht verwerfe. Was ich am besten kann, das mache ich eben bereits jeden Tag in der Uni, und den Rest kann ich nicht gut genug, dass es jemanden interessieren würde. Aber ab und zu probiert man es eben doch. Vielleicht auch nur, um sich mal wieder zu erden oder zu elektrisieren.

Es gibt der Selbstwahrnehmung eine Note des unverstandenen Genies, des ständig scheiternden Künstlers, den nie einer verstehen will oder der einfach nie gut genug wird um irgendwie interessant zu sein.


Kommentare
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Straßenmusik soll ganz gut gehen.
#1 Julius am 25.09.2009 02:34 (Antwort)
Das kommt drauf an, ob man das passende Unplugged-Instrument griffbereit hat. Ist bei mir leider nicht der Fall.
(Nicht-unplugged verbietet meist die entsprechende Verordnung der Stadt.)
#1.1 DrNI am 25.09.2009 12:24 (Antwort)

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