Bafög-Hotline (1)

Geschrieben von DrNI am Donnerstag, 5. März 2009 um 19:53 in Gebührend studieren
Seit drei Monaten weiß ich nicht mehr so genau, wovon ich lebe. Bafög als Studienabschlusshilfe beantragt, den Kreditvertrag mittlerweile unterschrieben, lang lebe die Neuverschuldung. Doch Geld kam nun zum März auch wieder keines. Hotline angerufen. Teure Pausenmusik bei der KfW… falls ich nicht einverstanden sei, dass mein Gespräch zum Zwecke der Verbesserung ihrer Dienstleistungen aufgezeichnet werde, so solle ich das gleich zu Beginn sagen. Doch ein Beginn eines Gesprächs findet nicht statt. Nach einer Weile rät mir die freundliche Automatenstimme, ich solle später anrufen. Ich rufe später an. Die Automatenstimme liest mir die Dienstzeiten der Hotline vor. Das tut sie natürlich nur, solange die Hotline keine Dienstzeiten hat.

Da sitze ich nun, und frage mich, ob denen eigentlich klar ist, in welche Scheiße sie ihre Kunden (ja, ich zahle ja schließlich deftig Zinsen) reiten, die von der KfW mit ihrem Schlendrian und ihrer Schludrigkeit. Die mit ihren Komplizen vom Bafög-Amt aka Studentenwerk, die schon zwei bis vier Monate brauchen, um einen Antrag überhaupt zu bearbeiten. Monate, in denen die Banken die Konten sperren, die Vermieter sauer werden, Eltern und Freunde angepumpt werden, oder das Studium weit hinter einen Nebenjob zurücktreten muss.

Aber wozu die Aufregung, das sind ja alles nur faule Studenten. Die haben nichts besseres verdient.

Trackbacks

Bafög-Hotline (2)
Heute wieder angerufen, diesmal nach geduldigem Konsum hirnloser Pausenmusik dann doch noch einen sogenannten Berater an die schnurlose Strippe bekommen. Der Hotliner ist cool. So cool, dass er meine Aussage »ich habe kein Geld bekommen« zunächst nicht ve
Weblog: Gsallbahdr
Aufgenommen: Mär 06, 16:50

Kommentare
Ansicht der Kommentare: (Linear | Verschachtelt)

Als Student muss man sich mehr mit der Bürokratie rumärgern als mit dem Studium selbst. Am besten man hat direkt ne eigene Sekretärin, sie sich um alles kümmert. ;-)
#1 Kil (Homepage) am 05.03.2009 21:38 (Antwort)
das klingt so als haettest du bisher keinen nebenjob gehabt und nur aus not letztendlich einen geholt. studieren ohne nebenjob ist aber schon relativer luxus. mal ganz dumm gefragt, wieso hast du waehrend dem studium nicht ein bisschen mehr gearbeitet? ich meine mit deinen skills und der erfahrung machen andere ein vermoegen von zuhause aus.
#2 Matthias (Homepage) am 06.03.2009 09:56 (Antwort)
"Klingt so". Jaja, erst mal spekulieren und dann mit der Spekulation argumentieren. Super.

Ich kann es ja nachvollziehen, dass du in deinem Studium die meiste Zeit mit Jobben verbringen konntest, bei mir das eben nicht so. ISCL ist eigentlich schon ein Fulltime-Job für sich. Ja, ich habe und hatte meistens einen Job, aber vor allem die freiberufliche Arbeit musste zu oft hinten anstehen.

Aber was muss ich mich hier eigentlich gegen dümmliche mutmaßende Anmache verteidigen? In Zukunft tendiere zuckt der Finger dann halt auf den Knopf neben "Antworten", fängt mit "L" an.
#2.1 DrNI am 06.03.2009 10:04 (Antwort)

Kommentar schreiben

Umschließende Sterne heben ein Wort hervor (*wort*), per _wort_ kann ein Wort unterstrichen werden.
Standard-Text Smilies wie :-) und ;-) werden zu Bildern konvertiert.
Die angegebene E-Mail-Adresse wird nicht dargestellt, sondern nur für eventuelle Benachrichtigungen verwendet.

Um maschinelle und automatische Übertragung von Spamkommentaren zu verhindern, bitte die Zeichenfolge im dargestellten Bild in der Eingabemaske eintragen. Nur wenn die Zeichenfolge richtig eingegeben wurde, kann der Kommentar angenommen werden. Bitte beachten Sie, dass Ihr Browser Cookies unterstützen muss um dieses Verfahren anzuwenden.
CAPTCHA