Nochmal DHL Online-Frankierung: Fehlschlag auf der ganzen Linie
Geschrieben von DrNI
am Montag, 2. März 2009
um 11:30
in Direktsaft
Auf meine Beschwerde per E-Mail an DHL wegen deren vermurkster Online-Frankierung schickte man mir nicht wie gewünscht mein Geld zurück. Die AGB von DHL konstatieren ja sowieso, man bekomme sein Geld in Form von bei DHL online einlösbaren Coupons zurück. Ja, das ist Kundenbindung der modernen Art. Einfach das Geld nicht hergeben, dann geht auch keiner zur Konkurrenz und zahlt dadurch doppelt. Nun gut. Man kommt also meiner Bitte nicht nach und schaltet statt dessen den Paketschein nochmal frei.Der Paketschein druckt als PDF im Adobe Reader 8.1.3 unter Linux nicht, das weiß ich ja bereits. Das alternative Java-Applet der DHL ist weniger kommunikativ, man klickt auf Testdruck und es passiert stillschweigend einfach nichts. Beide müssen für dieses Nichts natürlich permanent nach Hause telefonieren und auf meinem Rechner herumrödeln. Bei Hermes tut's ein PDF-Viewer meiner Wahl, in dem Fall KPDF. Jeder andere funktioniert wohl auch. Bei DHL funktioniert unter Linux nichts. Mac OS X habe ich nicht getestet.
Dass das ganze unter Linux nicht so recht tut, das weiß Marc mit seinen Zugschlussbeobachtungen schon seit 2006. DHL weiß es vermutlich auch, juckt die aber nicht. Bei Glasvegas funktioniert zwar alles, dafür zeigt sich, dass die
Warum also diese ganze Kontrolle und die strikte Beschränkung beim Ausdrucken? Das ist wirklich eine gute Frage. Die Geschäftsbeziehung zu DHL basiert im Punkt Online-Frankierung nicht auf Vertrauen, sondern auf Misstrauen. Kein Wunder, dass da keine Stimmung aufkommt. Natürlich könnte ich als Kunde einen Paketschein mehrmals verwenden, in dem seltenen Fall, dass ich zwei Pakete an ein und die selbe Person schicken möchte. Dann müsste ich aber in zwei verschiedene Filialen gehen, damit es nicht auffällt. Und dann frage ich mich, ob im Online-Zeitalter der Computer am Schalter nicht einfach nachprüfen könnte, ob die Paketmarke nicht schon »verbraucht« ist. Selbst wenn er das nicht live könnte, so könnte DHL immer noch hinterher das Geld von mir einfordern, evtl. sogar mit einer Vertragsstrafe. Schließlich ist meine Identität durch das lästige Bezahlverfahren über GiroPay oder PayPal verifiziert. Selbst betriebswirtschaftlich gesehen dürften die Kosten für den ständig benötigten Support (Paketmarken wieder freischalten, Rückzahlungen) einiges höher sein als die Abmahnung von ein paar wenigen Bösewichten.
Kurzum: Bei der Online-Frankierung von Paketen hat DHL eigentlich alles falsch gemacht.
Die geschätzte Gefährtin hat auch Windows auf ihrem Laptop, so dass ich nun doch noch zu meinem Recht kam, nachdem man auf meine Rückzahlungswünsche ja so gekonnt nicht einging. Was vielleicht ganz gut ist, denn die Rückzahlung dauerte bei Thomas fast vier Wochen.
Eines ist sicher: DHL für Pakete, das passiert mir so schnell nicht wieder.





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