Nochmal DHL Online-Frankierung: Fehlschlag auf der ganzen Linie

Geschrieben von DrNI am Montag, 2. März 2009 um 11:30 in Direktsaft
Auf meine Beschwerde per E-Mail an DHL wegen deren vermurkster Online-Frankierung schickte man mir nicht wie gewünscht mein Geld zurück. Die AGB von DHL konstatieren ja sowieso, man bekomme sein Geld in Form von bei DHL online einlösbaren Coupons zurück. Ja, das ist Kundenbindung der modernen Art. Einfach das Geld nicht hergeben, dann geht auch keiner zur Konkurrenz und zahlt dadurch doppelt. Nun gut. Man kommt also meiner Bitte nicht nach und schaltet statt dessen den Paketschein nochmal frei.

Der Paketschein druckt als PDF im Adobe Reader 8.1.3 unter Linux nicht, das weiß ich ja bereits. Das alternative Java-Applet der DHL ist weniger kommunikativ, man klickt auf Testdruck und es passiert stillschweigend einfach nichts. Beide müssen für dieses Nichts natürlich permanent nach Hause telefonieren und auf meinem Rechner herumrödeln. Bei Hermes tut's ein PDF-Viewer meiner Wahl, in dem Fall KPDF. Jeder andere funktioniert wohl auch. Bei DHL funktioniert unter Linux nichts. Mac OS X habe ich nicht getestet.

Dass das ganze unter Linux nicht so recht tut, das weiß Marc mit seinen Zugschlussbeobachtungen schon seit 2006. DHL weiß es vermutlich auch, juckt die aber nicht. Bei Glasvegas funktioniert zwar alles, dafür zeigt sich, dass die Schalterbeamten Service-Mitarbeiter bei DHL zumindest noch im Sommer 2007 keine Ahnung hatten, was man online so machen kann. Frau Stinkmops nutzte kurz vor Weihnachten gar die Premium-Option für den Versand in die USA und erfuhr nachträglich, dass leider doch keine Paketverfolgung möglich sei. Und außerdem sei das Paket nun leider auch nicht versichert. Schade, dass Hermes noch nicht in die USA verschickt! Alexander hat kein GiroPay und mag PayPal nicht. Er kann also bei der Online-Frankierung nicht bezahlen. Bei Hermes bezahlt man in Bar im Paketshop. Zur Center-Filiale müsste ich bei DHL auch hin, warum kann ich nicht einfach dort in bezahlen? Tobias kritisiert zu Recht die Bevormundung des Kunden bei DHL: Warum sollte dieser den Paketschein nicht mehrmals ausdrucken? Schließlich heißt das noch nicht, dass er ihn in böswilliger Absicht mehrmals verwendet. Lieber ärgert man ihn also mit nicht funktionierender Software. (Virtuelle Drucker, die PDF-Dateien produzieren, funktionieren anscheinend trotzdem. Das ganze Theater für nichts.)

Warum also diese ganze Kontrolle und die strikte Beschränkung beim Ausdrucken? Das ist wirklich eine gute Frage. Die Geschäftsbeziehung zu DHL basiert im Punkt Online-Frankierung nicht auf Vertrauen, sondern auf Misstrauen. Kein Wunder, dass da keine Stimmung aufkommt. Natürlich könnte ich als Kunde einen Paketschein mehrmals verwenden, in dem seltenen Fall, dass ich zwei Pakete an ein und die selbe Person schicken möchte. Dann müsste ich aber in zwei verschiedene Filialen gehen, damit es nicht auffällt. Und dann frage ich mich, ob im Online-Zeitalter der Computer am Schalter nicht einfach nachprüfen könnte, ob die Paketmarke nicht schon »verbraucht« ist. Selbst wenn er das nicht live könnte, so könnte DHL immer noch hinterher das Geld von mir einfordern, evtl. sogar mit einer Vertragsstrafe. Schließlich ist meine Identität durch das lästige Bezahlverfahren über GiroPay oder PayPal verifiziert. Selbst betriebswirtschaftlich gesehen dürften die Kosten für den ständig benötigten Support (Paketmarken wieder freischalten, Rückzahlungen) einiges höher sein als die Abmahnung von ein paar wenigen Bösewichten.

Kurzum: Bei der Online-Frankierung von Paketen hat DHL eigentlich alles falsch gemacht.

Die geschätzte Gefährtin hat auch Windows auf ihrem Laptop, so dass ich nun doch noch zu meinem Recht kam, nachdem man auf meine Rückzahlungswünsche ja so gekonnt nicht einging. Was vielleicht ganz gut ist, denn die Rückzahlung dauerte bei Thomas fast vier Wochen.

Eines ist sicher: DHL für Pakete, das passiert mir so schnell nicht wieder.

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Kommentare
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Es ist mehr als ärgerlich, wenn man mal "schnell" einen Paketschein ausdrucken möchte und dann in einer Pannenschleife landet, die kein Ende erkennen lässt! Obendrein auch noch doppelt für eine "einfach" Leistung zu bezahlen sorgt dann für den Rest des DHL-Verdrusses.

Als besonders kundenfeindlich empfand ich es zu dem Zeitpunkt, dass die FAQ's keinerlei Auskuft darüber geben, dass man bei einem Fehldruck mit einer simplen E-Mail den erneuten Ausdruck reaktivieren kann (siehe mein Nachtrag).

Fazit: 1 Euro wegen Onlinefrankierung gespart - 10 Euro Nerven vergeudet!
#1 Thomas (Homepage) am 02.03.2009 16:21 (Antwort)
Ich kann euch alle so richtig nicht verstehen.

1. Mail an den Support 5 MINUTEN später teilte mir mit wie ich unter Linux drucken kann.

Auch habe ich bis jetzt immer mein Geld zurück bekommen wenn ich das gewünscht habe.. und das auch innerhalb von ein par Minuten (pay pal.

Auch muss man die 30Kg Pakete nicht zur Post schleppen weil die Abholung kostenlos ist.

An der Verfasser des Textes: Premiumm bedeutet weder Versichert noch das es nachverfolgabr ist...das steht aber auch ganz groß daneben.
#2 Steffen am 19.06.2009 14:04 (Antwort)

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