Bildungsmagazin vs. Uniwelle

Geschrieben von DrNI am Mittwoch, 14. Januar 2009 um 14:07 in Gebührend studieren, Tübingen
Die Universität Tübingen verfügt mit der Uniwelle über ein eigenes Radio. Mittwoch abends und Sonntag morgens sendet die Uniwelle auf der 96,6 im Äther und auf der 97,45 im Tübinger Kabel. Die Ausstattung des Sendestudios kann durchaus als amtlich betrachtet werden. Nun weiß kaum ein Student vom Vorhandensein dieser Institution. Kein Wunder, ist die Zielgruppe des Uniradios doch nicht der Student sondern die größere Öffentlichkeit, die vom universitären Leben mehr erfahren soll. Die Sendungen sind technisch meist auf einem hohen Niveau, inhaltlich dann aber oft so speziell-intellektuell, dass es niemand mehr hören mag. Kurzum, man fragt sich, wer (außer mir) überhaupt regelmäßig zuhört. Hinzu kommt noch die Leiterin des Unternehmens, die mit ihrer Art zu führen und zu leiten leider die durchweg studentischen Mitarbeiter permanent verschleißt.

In einer Stadt, in der es zu allem Normalen jeweils noch etwas geben muss, das sich als alternativ bezeichnet, ist nun das geschehen, auf was ich schon seit Jahren warte: Die Wüste Welle, die auch außerhalb der Uniradio-Sendezeiten die Hoheit über die genannten Frequenzen hat, hat zum Jahresbeginn ihr eigenes Bildungsmagazin ins Leben gerufen. Und das kommt heute wie jeden Mittwoch um 16 Uhr, also genau eine Stunde vor der Uniwelle Kompakt. Dazu gibt es auch eine blogartige Webpräsenz und es wäre zu hoffen, dass es auch ein vernünftiges Archiv gibt, denn das der Uniwelle ist leider unter Betriebssystemen ohne Original-Quicktime nicht zugänglich. Es bleibt spannend, wie sich das Bildungsmagazin entwickeln wird und wie es im Gegensatz zu seiner verstaubten Schwester, der Uniwelle, 2.0-Technologien mit einzubeziehen vermag.

Wie alternativ und »politisch« es dann zugehen wird, darauf bin ich auch gespannt. Wegen mit müsste ja nicht immer alles Alternative auch gleich politisch sein, vor allem weil politisch ja immer weit links bedeutet (rechts-außen ist also nicht politisch?!). Aber besser sollte es sein. Und interessanter.

Kommentare
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MPlayer schluckt .mov ohne Probleme. Im Allgemeinen ist die Kompatibilität zu Audio/Video-Formaten (so sie denn DRM-frei sind) auf Linux erheblich besser als auf Mac oder Win. Und insbesondere einfacher zu installieren.
#1 aleks (Homepage) am 14.01.2009 17:12 (Antwort)
Es war klar, dass das nun jemand sagen musste, das mit MPlayer. Aber natürlich habe ich es mit MPlayer probiert, kein Erfolg. Auf meine Beschwerde hin hat man mir bestätigt, dass der Medienserver der Bibliothek (über den das läuft) nur mit dem Original funktioniert. Das Produkt sei damals attraktiver gewesen, und heute habe man kein Geld, um auf etwas besseres und freies umzustellen.
Und nein, diese Informationen schickte mir natürlich nicht das Uniradio, denn die haben keinen Schimmer von sowas.
#1.1 DrNI am 14.01.2009 18:06 (Antwort)
Du kannst auch auf Mac und mit Win einfach VLC installieren und alles laeuft.

Solange jede Linux Distro ihr eigenes System fuer Softwareinstallationen faehrt halt ich 'einfachere Installation' im Zusammenhang mit Linux eher fuer nen Widerspruch in sich. VLC zB listet fuer die Linuxversion 12 verschiedene Versionen mit jeweils eigener Anleitung, nicht gerade einfach. Mit codecs ist es nicht anders.
#1.2 Matthias (Homepage) am 15.01.2009 09:29 (Antwort)
Wenn Du mit der Installationsmethode von MacOS unzufrieden bist, dann musst Du eben zu Windows wechseln oder damit Leben. Mit Linux gibt es mehr Freiheit. Aber Freiheit fordert eben auch immer genug Bildung, um seine Entscheidungen treffen zu können.
Dass Du VLC und seine Liste anführst zeigt, dass Du es nicht verstanden hast. Man installiert keine Programme, die man herunterlädt, sondern fragt seine Paketverwaltung. Unter Kubuntu hat die natürlich den VLC vorrätig, wie unter den meisten anderen Distros wohl auch. Ein paar Klicks reichen.

Und was hat das alles mit dem Problem zu tun? Exakt nichts, denn Original-Quicktime wird benötigt.
#1.2.1 DrNI am 15.01.2009 09:37 (Antwort)
Du hast nen Mac. Wieviel mehr Original Quicktime sollte es denn sein?

Und nebenbei, die Installationsmethode von Mac OS ist genial. Image oeffnen, Datei per Maus auf Platte ziehen, fertig. Bin alles andere als unzufrieden damit ;-)
#1.2.1.1 Matthias (Homepage) am 15.01.2009 09:49 (Antwort)
Hallo,

vielen Dank für den Artikel, Du machst ja richtig Werbung für uns. Super!

Hast Du Dir die Sendung anhören können und wars grob das was Du erwartet hattest?

Beste Grüße,

Fabian
#2 Fabian (Homepage) am 15.01.2009 01:22 (Antwort)
Ich habe leider nicht die Zeit gefunden. Das mit dem Archiv im Post war nicht ohne Hintergedanken. :-)
#2.1 DrNI am 15.01.2009 09:41 (Antwort)
Radio, was war das noch... sind das nicht die Wellen ueber die erstklassige Musik ohne Geplapper vom NAS unsichtbar auf mein Macbook gestreamt werden?
#3 Matthias (Homepage) am 15.01.2009 09:17 (Antwort)
Ja das ist in etwa das, Radio. Es gibt auch noch die Variante, auf www.wueste-welle.de herumzuklickern und das NAS durch einen Webserver zu ersetzen. Dann muss man sich allerdings oft Geplapper anhören. Manche stehen drauf. 8-)
#3.1 DrNI am 15.01.2009 09:40 (Antwort)

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