Erklärung zur (Haus)arbeit als LaTeX-Paket

Geschrieben von DrNI am Freitag, 25. April 2008 um 20:12 in Gebührend studieren
Wer an der Uni Tübingen studiert, der kennt das ja. Speziell in der Neuphilologie. Jede Hausarbeit – ja jede Arbeit irgendwelcher Art – hat diese Erklärung zu beinhalten:

[Bildschirmfoto zeigt das Programm KDVI, das folgenden Text anzeigt: »Hiermit versichere ich, dass ich die vorgelegte Arbeit selbstständig und nur mit den angegebenen Quellen und Hilfsmitteln (einschließlich des WWW und anderer elektronischer Quellen) angefertigt habe. Alle Stellen der Arbeit, die ich anderen Werken dem Wortlaut oder dem Sinne nach entnommen habe, sind kenntlich gemacht.«]

Und darunter bitte unterschreiben. Wer nun faul wie ich ist, dazu noch LaTeX benutzt und nicht nur das Sprüchle sondern auch noch eine nette Linie mit seinem Namen darunter zum krakeligen Dekorieren mit dem eigenen Kaiser Wilhelm haben will, dem ist mit dem tuebingerspruechle.sty geholfen. Einfach mittels \usepackage{tuebingerspruechle} inkludieren und dann aufrufen mit \SpruechleAufsagen{Vorname Nachname}.

Der oben aufgeführte Wortlaut wurde laut der Webseite der Slavisten im November 2005 vom Fakultätsrat beschlossen. Vielleicht gilt das Sprüchle ja auch in anderen Fakultäten. Ich glaube nämlich nicht, dass der gemeine Neuphilologe überhaupt weiß, was mit LaTeX gemeint ist.

Geeks können übrigens einfach mittels \renewcommand{\DasTuebingerSpruechle}{HierNeuesSprüchle} ein Gesülze ihrer Wahl verwenden.

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Kommentare
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Müsst ihr auch eine Erklärung abgeben, dass ihr auch die den CP entsprechenden Stunden gearbeitet habt? Nicht das da jemand für nix die Punkte bekommt, wäre ja unfair...
#1 Kil (Homepage) am 25.04.2008 21:04 (Antwort)
Credit Points (CP) sind ja europäisch standardisiert. Deswegen hängt deren Vergabe bei uns von der zuständigen Abteilugn ab. Meistens wird aus Semesterwochenstunden (SWS) umgerechnet. Beispiel: Computerlinguistik Bachelor: SWS * 1,5 = CP. Master: SWS * 2,5 = CP. Informatik (meines Wissens) SWS = CP.
Auch nett: Die Gesamtnote wird in der Regel als gewichteter Durchschnitt berechnet, wobei die Anzahl CP als Gewichtung verwendet wird. Außer bei den Geowissenschaftlern, da gibt es für die Note noch einen extra Faktor zur Gewichtung (zusätzlich zum extra Faktor für CP).
Wie man sieht: Bologna macht alles einfacher! 8-)
Realistisch: Das System ist ad absurdum geführt worden.
#1.1 DrNI am 25.04.2008 21:44 (Antwort)
Und dazu kommt dann noch, dass es statistisch nicht erlaubt istm bzw zumindest unsauber, aus Noten ein arithmetisches Mittel zu errechnen, auch nicht mit Gewichtung. Aber das lernt man ja schon in der Schule falsch, da machens die Lehrer ja auch...
#1.1.1 Kil (Homepage) am 25.04.2008 23:31 (Antwort)
Was schlägst Du also vor, um aus einzelnen Veranstaltungen eine Gesamtnote für den jeweiligen Studenten zu bilden?
So ganz summerhill geht es ja wohl nicht.
#1.1.1.1 DrNI am 26.04.2008 13:16 (Antwort)
Man kann den Median nehmen ;-)
#1.1.1.1.1 Kil (Homepage) am 26.04.2008 16:12 (Antwort)

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