Wein und Musik
Eine alte Erkenntnis des Schwaben: Was nix koscht isch au nix wert. Deswegen kauft der Schwabe ja auch nur den billigsten Dreck und das lieber zehn Mal, anstatt ein mal ein richtig gutes Teil zu kaufen. Wie die Netzzeitung gestern berichtete, wollen Wissenschaftler nun herausgefunden haben, dass teurer Wein besser schmeckt. Egal, welcher Wein es ist, unser Gehirn findet die teureren Tropfen besser.
Andererseits: Wird die Leistung des Musikers heutzutage so gering geschätzt, weil Musik omnipräsent und dabei meist kostenlos geworden ist?
»Grundsätzlich beurteilten die Versuchsteilnehmer die vermeintlich teuren Weine geschmacklich besser als die günstigen. Im Gehirn zeigte sich dies durch eine höhere Aktivität im sogenannten medialen orbitofrontalen Cortex. Diese Region ist an der individuellen Beurteilung von Gerüchen, dem Geschmack von Essen oder auch von Musik beteiligt.«Musik also auch. Da muss man wohl mal wieder umdenken. Nicht nur im Schwabenländle. Ob es nun um Open Source-Software oder um Werke unter einer Creative Commons-Lizenz geht: Was nix koscht isch halt manchmal richtig subbr!
Andererseits: Wird die Leistung des Musikers heutzutage so gering geschätzt, weil Musik omnipräsent und dabei meist kostenlos geworden ist?




