OB-12 Teil 4: Oszillatoren
Wie versprochen gibt es was auf die Ohren. In diesem Artikel beschäftige ich mich zunächst einmal mit den Oszillatoren des OB-12 und deren Möglichkeiten. Da dabei die Filter-Section abgeschaltet war klingen die Beispiele sehr rauh und kratzig, zum Teil sogar richtig fies und unangenehm. Auf dem nun folgenden Foto sind die Einstellmöglichkeiten von Oszillator 1 zu erkennen:
Links sind die drei verfügbaren Wellenformen zu sehen, die Fader bestimmen die jeweils die Lautstärke. Mit dem Taster darunter können die Wellenformen abgeschaltet werden. Rechts unten befindet sich der Regler für die Tiefe Pulsweitenmodulation der Rechteckschwingung, die - anders als es der Taster zunächst vermittelt - nicht wahlweise sondern gleichzeitig von den Quellen LFO1, LFO2 oder dem Oszillator-eigenen Hüllkurvengenerator gesteuert werden kann. Darüber der Intensitätsregler für die Pitch-Modulation durch LFO1.
Auffallend hierbei ist die Beschriftung OSC1 PARAM. Sie steht für einen Parameter der jeweiligen Wellenform, der mit dem Knopf WAVE CTRL eingestell werden kann. D.h. bei einer Rechteckschwingung wird die Pulsweite eingestellt, bei einer Sägezahn- oder Dreieckschwingung passieren ganz andere merkwürdige Dinge. Wie sich die Schwingungen klanglich jeweils verändern wird im Hörbeispiel deutlich. Sehen kann man die Veränderung schematisch in der automatisch eingeblendeten Oszilloskopansicht, auf einem richtigen Oszi oder mit jedem Aufnahmeprogramm, wenn man nahe heranzoomt. Die folgende Abbildung wurde mit der Phonetiksoftware Praat erstellt, da diese Grafiken exportieren kann.
Die Abbildung zeigt, die der OSC PARAM-Regler eine Sägezahnwelle mutieren lässt. Das ist dem OB-12 aber noch nicht genug. So können nicht nur die Pulsweiten der Rechteckschwingungen von OSC1 und OSC2 von jeweils eigenen Hüllkurvengeneratoren gesteuert werden, diese können natürlich auch jeweils die Tonhöhe steuern. Die Ergebnisse tendieren allerdings schnell dazu, den musikalischen Bereich zu verlassen.
Der zweite Oszillator verfügt über andere Besonderheiten: Er kann - wie es sich für einen klassischen Synthesizer gehört - zum ersten verstimmt werden. Dazu steht eine Feinstimmung zur Verfügung. Zusätzlich kann er frei von -24 bis +24 in Halbtonschritten eingestellt werden. Das Keyboard Tracking kann deaktiviert werden, dann Schwingt der Oszillator auf einer fest eingestellten Frequenz. Im SYNC-Modus werden die Nulldurchgänge nach Möglichkeit zeitlich auf die vom ersten Oszillator geschoben. Unabhängig davon können beide Oszillatoren jeweils über 5 Oktaven transponiert werden.
Da bleibt eigentlich nur noch eines zu klären: Wie kommen die Oszillatoren zusammen? Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten. Abgesehen von der Möglichkeit, OSC1 von OSC2 modulieren zu lassen gibt es einen normalen »Mischer«, der aus drei Überblendreglern besteht: Der erste regelt den Anteil von Oszillator 1 zu Oszillator 2. Der zweite den Anteil dieser Mischung zum im Ringmodulator gemischten Signal der beiden, der dritte den Anteil der bisherigen Mischung zu Rauschen.
[Oszillator-Hörbeispiele herunterladen]
Und wie klingt das nun? Im obigen Beispiel sind in dieser Reihenfolge zu hören:
Links sind die drei verfügbaren Wellenformen zu sehen, die Fader bestimmen die jeweils die Lautstärke. Mit dem Taster darunter können die Wellenformen abgeschaltet werden. Rechts unten befindet sich der Regler für die Tiefe Pulsweitenmodulation der Rechteckschwingung, die - anders als es der Taster zunächst vermittelt - nicht wahlweise sondern gleichzeitig von den Quellen LFO1, LFO2 oder dem Oszillator-eigenen Hüllkurvengenerator gesteuert werden kann. Darüber der Intensitätsregler für die Pitch-Modulation durch LFO1.
Auffallend hierbei ist die Beschriftung OSC1 PARAM. Sie steht für einen Parameter der jeweiligen Wellenform, der mit dem Knopf WAVE CTRL eingestell werden kann. D.h. bei einer Rechteckschwingung wird die Pulsweite eingestellt, bei einer Sägezahn- oder Dreieckschwingung passieren ganz andere merkwürdige Dinge. Wie sich die Schwingungen klanglich jeweils verändern wird im Hörbeispiel deutlich. Sehen kann man die Veränderung schematisch in der automatisch eingeblendeten Oszilloskopansicht, auf einem richtigen Oszi oder mit jedem Aufnahmeprogramm, wenn man nahe heranzoomt. Die folgende Abbildung wurde mit der Phonetiksoftware Praat erstellt, da diese Grafiken exportieren kann.
Die Abbildung zeigt, die der OSC PARAM-Regler eine Sägezahnwelle mutieren lässt. Das ist dem OB-12 aber noch nicht genug. So können nicht nur die Pulsweiten der Rechteckschwingungen von OSC1 und OSC2 von jeweils eigenen Hüllkurvengeneratoren gesteuert werden, diese können natürlich auch jeweils die Tonhöhe steuern. Die Ergebnisse tendieren allerdings schnell dazu, den musikalischen Bereich zu verlassen.
Der zweite Oszillator verfügt über andere Besonderheiten: Er kann - wie es sich für einen klassischen Synthesizer gehört - zum ersten verstimmt werden. Dazu steht eine Feinstimmung zur Verfügung. Zusätzlich kann er frei von -24 bis +24 in Halbtonschritten eingestellt werden. Das Keyboard Tracking kann deaktiviert werden, dann Schwingt der Oszillator auf einer fest eingestellten Frequenz. Im SYNC-Modus werden die Nulldurchgänge nach Möglichkeit zeitlich auf die vom ersten Oszillator geschoben. Unabhängig davon können beide Oszillatoren jeweils über 5 Oktaven transponiert werden.
Da bleibt eigentlich nur noch eines zu klären: Wie kommen die Oszillatoren zusammen? Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten. Abgesehen von der Möglichkeit, OSC1 von OSC2 modulieren zu lassen gibt es einen normalen »Mischer«, der aus drei Überblendreglern besteht: Der erste regelt den Anteil von Oszillator 1 zu Oszillator 2. Der zweite den Anteil dieser Mischung zum im Ringmodulator gemischten Signal der beiden, der dritte den Anteil der bisherigen Mischung zu Rauschen.
Und wie klingt das nun? Im obigen Beispiel sind in dieser Reihenfolge zu hören:
- Pulsweitenmodulation Rechteckschwingung.
- WRAP-Parameter der Dreickschwingung.
- SPREAD-Parameter der Sägezahnschwingung, wie ausschnittweise oben abgebildet.
- Tonhöhenveränderung durch Pitchüllkurve (positiv, negativ).
- Modulation OSC1←OSC2 mit OSC2 eine Oktave tiefer.
- Modulation OSC1←OSC2 mit OSC2 eine Oktave tiefer und aktivierter SYNC-Funktion.
- Modulation OSC1←OSC2 mit OSC2 auf der gleichen Oktave, ohne SYNC.
- Überblendung der beiden Oszillatoren, gegeneinander Verstimmen derselben.
- Überblendung per Ringmodulator, Übergang in Rauschen.









Im letzten Artikel dieser Serie ging es um die Oszillatoren des Oberheim OB-12. Bevor es also um Klänge an sich und das Pro und Contra dieser Maschine geht bewege ich mich mit diesem Artikel weiter in der klassischen Schaltungskette Oszillator-Filter-Ver
Aufgenommen: Apr 25, 11:54