OB-12 Teil 2: Optik & Haptik
Was ich eigentlich ganz gerne mache, wenn ich ein neues Instrument kennenlerne, ist: Zunächst Anschauen und dann berühren. Besonders bei Keyboards und Synthesizern ist man natürlich sofort versucht, die Klänge auszuprobieren. Meistens erfährt man aber (im Idealfall vor einem Kauf) schon durch Äußerlichkeiten ohne Klang einiges über das Gerät. Beim Oberheim OB-12 hielt ich es genauso: Vor dem ersten Einschalten befingern!
Look: Aussehen tut die Maschine prächtig. Das kräftige Blau ist eine Abwechslung zum langweilenden Plastikschwarz neuer Geräte und hebt sich auch vom dunkelgrau lackierten Blech der 80er-Jahre-Synthesizer ab. Schön, daß Oberheim-Viscount auch das silbern lackierte und sehr billig wirkende Plastik ausgelassen hat, mit dem sich Yamaha bisweilen abgibt. Blau lackiertes Metall mit gut lesbarer weißer Beschriftung, das ist gelungen. Wie bei einem klassischen Synthesizer dürfen natürlich die Seitenelemente aus Holz nicht fehlen. Diese sind in einem dunklen Grau gehalten, das den Holzcharakter sehr verfremdet. Man muß schon zwei Mal hinschauen. Dunkles Holz mit Klarlack wie beim Oberheim Cosmos Stage Piano hätte ich auch gut gefunden. Die Anschlüsse hinten wirken etwas grobschlächtig, sind aber typisch für Oberheim-Viscount. Schlecht sind die fest eingeschraubten Buchsen jedenfalls nicht, da ein kräftiger Ruck am Kabel so nicht gleich die Lötstellen auf der Platine belastet.
Feel: Die Drehregler fühlen sich sehr gut an. Die Knöpfe sind gummiert, sie geben sich griffig und gut handhabbar. Wo es sinnvoll ist haben sie Mittenrasten. Anders die Schieberegler. Die fühlen sich im direkten Vergleich zum Roland Juno 106 etwas klapprig und billig an. Auch fehlen hier die Mittenrasten bei Einstellungen, die solche sinnvoll erscheinen lassen. Die Drehräder (Pitch- und Controlrad) sind ebenfalls gummiert, was zunächst ungewohnt ist, dann aber gefällt. Die 49-Tasten-Klaviatur ist synthesizer-typisch aus leichtem Plastik. Sie klappert nicht, macht auch sonst keine unangenehmen Geräusche und ist in etwa mit der des Roland Juno 106 vergleichbar. (Zwischenbemerkung: Meine alten Korg-Synthesizer hatten klapprigere und schlechtere Klaviaturen, ebenso scheint mir der ganz neue Roland Juno D verkürzte Tasten zu haben, was Klavier-Klaviatur-geübtes Spielen sabotiert.) Damit ist noch nichts über die Umsetzung von Anschlag und Aftertouch in Steuerung gesagt.
Bis auf die etwas klapprigen Schieberegler ist also optisch und haptisch alles top. In weiteren Posts in dieser Serie und Kategorie wird es dann um Klänge, Funktionen und Vergleiche mit anderen Synthesizern gehen.
Look: Aussehen tut die Maschine prächtig. Das kräftige Blau ist eine Abwechslung zum langweilenden Plastikschwarz neuer Geräte und hebt sich auch vom dunkelgrau lackierten Blech der 80er-Jahre-Synthesizer ab. Schön, daß Oberheim-Viscount auch das silbern lackierte und sehr billig wirkende Plastik ausgelassen hat, mit dem sich Yamaha bisweilen abgibt. Blau lackiertes Metall mit gut lesbarer weißer Beschriftung, das ist gelungen. Wie bei einem klassischen Synthesizer dürfen natürlich die Seitenelemente aus Holz nicht fehlen. Diese sind in einem dunklen Grau gehalten, das den Holzcharakter sehr verfremdet. Man muß schon zwei Mal hinschauen. Dunkles Holz mit Klarlack wie beim Oberheim Cosmos Stage Piano hätte ich auch gut gefunden. Die Anschlüsse hinten wirken etwas grobschlächtig, sind aber typisch für Oberheim-Viscount. Schlecht sind die fest eingeschraubten Buchsen jedenfalls nicht, da ein kräftiger Ruck am Kabel so nicht gleich die Lötstellen auf der Platine belastet.
Feel: Die Drehregler fühlen sich sehr gut an. Die Knöpfe sind gummiert, sie geben sich griffig und gut handhabbar. Wo es sinnvoll ist haben sie Mittenrasten. Anders die Schieberegler. Die fühlen sich im direkten Vergleich zum Roland Juno 106 etwas klapprig und billig an. Auch fehlen hier die Mittenrasten bei Einstellungen, die solche sinnvoll erscheinen lassen. Die Drehräder (Pitch- und Controlrad) sind ebenfalls gummiert, was zunächst ungewohnt ist, dann aber gefällt. Die 49-Tasten-Klaviatur ist synthesizer-typisch aus leichtem Plastik. Sie klappert nicht, macht auch sonst keine unangenehmen Geräusche und ist in etwa mit der des Roland Juno 106 vergleichbar. (Zwischenbemerkung: Meine alten Korg-Synthesizer hatten klapprigere und schlechtere Klaviaturen, ebenso scheint mir der ganz neue Roland Juno D verkürzte Tasten zu haben, was Klavier-Klaviatur-geübtes Spielen sabotiert.) Damit ist noch nichts über die Umsetzung von Anschlag und Aftertouch in Steuerung gesagt.
Bis auf die etwas klapprigen Schieberegler ist also optisch und haptisch alles top. In weiteren Posts in dieser Serie und Kategorie wird es dann um Klänge, Funktionen und Vergleiche mit anderen Synthesizern gehen.






