Die Erkenntnis des Tages

Geschrieben von DrNI am Sonntag, 27. September 2009 um 20:31 in d.E.d.T., Musizieren
Wenn man um 8 Uhr Abends schon vom Gig zu Hause ist, dann stellt man sich unweigerlich die Frage: Wo geh ich jetzt noch hin zum rocken? Manche Musikrichtungen fühlen sich eben eher spät Abends richtig an.

Crossref

Geschrieben von DrNI am Samstag, 26. September 2009 um 18:39 in Computational Linguistics
DrNI@AM schreibt über Parteiprogramme und den Hohenheimer Verständlichkeitsindex.

Katzenjammer

Geschrieben von DrNI am Samstag, 26. September 2009 um 11:08 in Klangkonsum
…ist nicht nur ein deutsches Wort unterwegs in Norwegen sondern auch noch ein Quartett wilder Weiber das es richtig drauf hat. Flotte Mucke, Folk-Polka-Rockadingska mit Balalaika-Bass, jetzt bei MySpace reinhören und bei Gefallen bei Amazon die Scheibe Le Pop downkaufen.


(DirektHymne)


via.

Die Erkenntnis des Tages

Geschrieben von DrNI am Donnerstag, 24. September 2009 um 20:22 in d.E.d.T.
Die Zugehörigkeit zu einer Elite ist nicht über Fähigkeiten oder Können definiert sondern über die Herkunft.

Wort zum Ende vom Geld

Geschrieben von DrNI am Donnerstag, 24. September 2009 um 20:15 in Gedanken gehen ihren Gang
Das Ende vom Geld ist mal wieder vor dem Ende vom Monat erreicht. Ab und zu lässt sich das nicht vermeiden. In der Regel greifen in meinem Kopf dann verschiedene Abwehrstrategien. Zunächst grase ich die Wohnung ab nach Zeugs, das man bei Ebay verkaufen könnte. Ich finde zwei Röhrenmonitore und einen großen alten Laserdrucker. Die sind leider so schwer und wertlos, dass niemand dafür Versandkosten bezahlen möchte. Also inseriere ich in der Sperrmüll-Zeitung und auf deren Webseite. Es kommt auch eine junge Dame und möchte den Drucker erwerben. Doch als sie ihn sieht, da erschrickt sie und meint sie habe sich das Ding kleiner vorgestellt. Und so was aus dem Mund einer Dame. Wie dem auch sei, auf ihr Fahrrad passt der Kasten definitiv nicht und so zieht sie ab. Da sitze ich mit meinen Bildschirmen und dem Drucker und pumpe die geschätzte Gefährtin zwecks Vermeidung von Bankenterror an.

Die nächste Strategie ist dann eine meist geistige Beschäftigung mit den Möglichkeiten zur Aufstockung des Einkommens. Da habe ich viele gute Ideen. Dann sortiere ich die raus, die maßgeblich mit Arbeit verbunden sind. Zeit und Schlaf und Geld, die drei Dinge von denen man im Leben meist zu wenig abbekommt. Also muss man sparsam damit umgehen. Die verbleibenden Ideen verwerfe ich dann meistens, und alles ist gut. Schlimmer wird es, wenn ich sie nicht verwerfe. Was ich am besten kann, das mache ich eben bereits jeden Tag in der Uni, und den Rest kann ich nicht gut genug, dass es jemanden interessieren würde. Aber ab und zu probiert man es eben doch. Vielleicht auch nur, um sich mal wieder zu erden oder zu elektrisieren.

Es gibt der Selbstwahrnehmung eine Note des unverstandenen Genies, des ständig scheiternden Künstlers, den nie einer verstehen will oder der einfach nie gut genug wird um irgendwie interessant zu sein.

Zitat

Geschrieben von DrNI am Dienstag, 22. September 2009 um 17:54 in Zitate
»Gaffa ist wie die Macht™: Es hat eine helle und eine dunkle Seite und es hält das Universum zusammen.«
Volker Grinmuth am 22.09.09 in drmm, Msg-ID <hwscmt05udy8$.dlg@d1.einklich.net>

Amoklauf: Immer in der Schule, nie im Kino

Geschrieben von DrNI am Samstag, 19. September 2009 um 16:52 in Direktsaft
Mal wieder Amoklauf. Schon wieder Killerspiele! Muss ja noch geprüft werden. Aber eine Meldung ohne das Wort Killerspiel ist eben keine Meldung über einen Amoklauf. Der junge Mann, der dieses Jahr in Winnenden so unheilvoll tätig war, war übrigens gar kein Schüler mehr. Dennoch ging er in seine ehemalige Schule um systematisch durchzudrehen. Meine eigene Schulzeit war eine soziale Katastrophe. Mobbende Mitschüler, drangsalierende Lehrer. Ich kann heute noch nichts lustiges dabei finden. Und für mich stellt sich bei all den Amokläufen immer eine Frage: Warum in der Schule? Warum nicht in der U-Bahn oder im Kino oder im Supermarkt? Warum gehen die Kids immer in ihre Schulen, selbst wenn sie diese schon abgeschlossen haben?

Entweder, weil die Schule ihre Alltagsrealität ist, sie kennen nichts anderes, wo also sonst hin… oder weil die Schule für sie das Schlimmste überhaupt ist. Wenn das zweitgenannte die Wahrheit sein sollte, dann haben zigtausende Jugendliche ein Problem, das sie täglich in sich hineinfressen – wobei eben nur nicht alle platzen. Vermutlich verrecken die meisten seelisch einfach still und leise daran. Ganz ohne Amoklauf.

Weine nicht, oh Angela

Geschrieben von DrNI am Dienstag, 15. September 2009 um 17:01 in Direktsaft

Im Bremer Sprachblog geht es wie so oft mal wieder um die fürwahr sonderbaren Deutschretter, ja sogar der Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt möchte nur noch unter Goethes leben. Immer wieder gern angesprochen wird dabei eine Studie von 2003, nach der je nach Interpretation gut die Hälfte der Deutschen die omnipräsenten englischsprachigen Werbeslogans nicht verstehen. Unterschiedliche Meldungen zitieren dabei natürlich gleich wieder den Untergang der deutschen Sprache herbei, andere bleiben eher neutral.

Unser lieber FranK-Walter Steinmeier hat die amtierende Kanzlerin Angela Merkel ja sichtlich lieb und sie ihn auch, zumindest beim unlängst stattgefundenen TV-Duett (von wegen Duell) wollten sie sich nichts böses tun. Und Angela ist ja auch eine ganz sensible. In ihrem zweiten großen Bundestagswahlkampf hat sie wieder dieses Lied von den Rolling Stones mit dabei. Zum Beispiel in Freiburg, wo ich ihren Auftritt unlängst knapp verpasste. Ja, es im Steinmeier-Kontext interpretiert könnte es tatsächlich von unserem Frank-Walter gesungen worden sein:
But Angie I still love you baby
everywhere I look I see your eyes
there ain't a woman that comes close to you
come on baby dry your eyes
Das ist übrigens die Bridge über Dm und Am. Ja, es ist wirklich zum heulen: Die Liebe von unserem Frank-Walter, der in meiner Vorstellung dieses Lied singt, sie ist verloren. Die Beziehung ist am Ende. Doch weiter vorne im Lied ist es noch realer, denn unser Traumpaar Angie und Frank-Walter werden von der Wirtschaftskrise auf hoffnungsloseste Art gebeutelt:
Angie Angie
when will those clouds all disappear
Angie Angie
where will it lead us from here
With no loving in our souls
and no money in our coats
you can't say we're satisfied
Es ist schon traurig. Kein Geld haben wir mehr, die Liebe ist den Bach runter, die dunklen Wolken wollen sich einfach nicht verziehen. Wohin soll uns das alles noch führen? Eine Frage, die sich der deutsche Wähler im Moment ebenfalls stellen dürfte. Das von uns durchlebte Unglück in einem einzigen Wahlkampfsong von Angela Merkel zusammengefasst, wow!

Wie gut ist es, das ein vermutlich sehr großer Teil der deutschen Bevölkerung weder auf den Text hört noch ihn versteht. Das lässt nicht nur die oben genannte Studie vermuten, das ist auch meine Erfahrung als Musiker: Wenn der Text reichlich unanständig wird, dann kann man die englischen Muttersprachler im Publikum an ihrem Gesichtsausdruck von den Deutschen unterscheiden.

Von einer zukünftigen Kanzlerin erwarte ich jedenfalls nicht die Frage, sondern die Antwort. Where will you lead us from here?

Gute Frage, doch leider hapert es bei Angie stellenweise selbst an der Fremdsprachenkompetenz.

Die Spezies des Tages

Geschrieben von DrNI am Freitag, 11. September 2009 um 17:24 in d.E.d.T.
Kollaborativ mit Kollege P. beim Kaffee in der Mittagspause konstruierter Begriff für bemuskelte Türsteher: Wandelnde Wandschränke aus der Klasse der Genicklosen.

Der 11. September

Geschrieben von DrNI am Freitag, 11. September 2009 um 15:25 in Direktsaft, Klangkonsum


(DirektKritik)

Diese Band habe ich live gesehen am 28. Juni 2003 auf dem Räte Open Air in Tübingen.
Die Performance inklusive brennendem Orgelpodest spaltete das Publikum in zwei Lager,
von dem nur eines blieb.

Für mich bleibt auch heute noch die Faszination stärker. Besonders heute, am 11. September.