Buh, Geisternetz!

Geschrieben von DrNI am Dienstag, 31. März 2009 um 11:55 in Direktsaft
Nun ist also aufgedeckt worden, dass bisher nicht genau identifizierte Kräfte ein technisches Spionagenetzwerk aufgebaut haben, mit dem bei infizierten Rechnern theoretisch auch überwachende Audio- und Videoübertragungen ohne Kenntnis des Benutzers ablaufen könnten. (Es berichten z.B. die taz, und Heise Security.) Ja, furchtbar schlimme Sache. Ist euch eigentlich klar, dass die feuchten Träume von Schäuble und seinen Schergen in die gleiche Richtung gehen? Achso, das ist ja der Staat, easy going, alles legal.

Ich als Bösewicht würde liebend gerne ein solches Spionagenetzwerk kidnappen, auch ein staatliches. Spart doch eine Menge Arbeit, wenn man sich einfach bedienen kann. Wer sagt denn, dass dieses Netzwerk wesentlich sicherer ist als die Rechner, in die es eindringt? Achso, das ist ja strafbar, in Deutschland, easy going, alles illegal.

Achja die Chinesen sind's gewesen. So vermutet man. Wer sonst. Vor 30 Jahren waren es immer die Russen. Jetzt sind es halt die Chinesen. Andererseits, Industriespionage lohnt sich. Und für Plagiate sind die Chinesen ja durchaus bekannt. Da Staaten immer mehr die Macht verlieren und Konzerne immer mehr Macht gewinnen, ist es nur eine logische Konsequenz, dass Überwachung nicht mehr vom Staat propagiert sondern von Firmen einfach durchgezogen wird. Die Bahn lässt grüßen. Nur: Während Politiker wenigstens noch moralische Gründe vorschieben, haben das Firmen gar nicht erst nötig.

Was möglich ist, das wird vermutlich längst gemacht. Und alle haben wieder nichts zu verbergen.

Marathon auf Rhodos

Geschrieben von DrNI am Samstag, 28. März 2009 um 11:41 in Computational Linguistics
DEBUG [main] (LuceneIndexManager.java:90) - Closing IndexWriter.
INFO [main] (IndexerController.java:87) - Worked on 247233 documents.
INFO [main] (IndexerController.java:88) - Skipped 18029 documents.


(Rhodos ist unsere neue Schüssel für die Aufarbeitung von Korpora. Potent… könnte aber auch noch ein paar CPUs mehr drin haben. Mein vorheriges Spielzeug im Nebenjob hatte derer 4 sowie 32GB RAM und mehrere TB Plattenkapazität, da konnte man richtig nett arbeiten.)

Lebensentwürfe

Geschrieben von DrNI am Freitag, 27. März 2009 um 13:08 in Gedanken gehen ihren Gang
Und dann beim Durchlesen der langen Namensliste die Doppelnachnamen von Frauen, die auch nicht älter aussehen als ich mich fühle. Plötzlich für ein Sekündchen der Wunsch nach Bürgerlichkeit, nach spießigem Kaminofenglotzen, nach Achtstundentag ohne lebenslanges Lernen, gesegnet mit Eintönigkeit und der Bundesliga im Fernsehen. Leichter Alkoholiker vom täglichen Feierabendbier. Einen 3er BMW polieren, eine Frau verbittern, ein Kind verziehen.

Mir wird schlecht. Schnell nehme ich den im Büro installierten Bass aus dem Ständer und dresche eine Weile auf das Instrument ein.

Die Erkenntnis des Tages

Geschrieben von DrNI am Donnerstag, 26. März 2009 um 11:46 in d.E.d.T.
Leute, die zu oft »kein Problem« sagen, werden später oft zum Problem. Vor allem, wenn man sich auf sie verlässt.

Cheque Monkey Business

Geschrieben von DrNI am Montag, 23. März 2009 um 18:21 in Direktsaft
Kaum stellt man seine Karre bei Mobile.de ein, schon hagelt es Müll in der Inbox. Gleich drei Engländer mit englischen Namen und englischen E-Mail-Adressen schreiben mir in schlechtem Englisch, das der eine mittels maschineller Übersetzung sogar verdeutscht, und wollen ganz dringend und sofort die Kiste kaufen. Allen gemein: Sie wollen im Voraus mit Schecks bezahlen. Beim einen soll ich sogar die Frachtkosten dann selbst per Western Union ins Ausland begleichen. Auf Rückfrage antwortet ein anderer und redet von einem Bike. Nun ist ein Unimog gewiss kein Bike. Dabei ist immer die Rede von einem Certified Cheque, den in Deutschland nur die Bundesbank ausstellen darf. Die ominösen Pseudobriten wollen einen solchen aber von einer deutschen Bank ausstellen lassen.

Kurzum: Da lauern eine Menge Betrüger. Dreiste obendrein. Mobile.de kann natürlich nichts dafür. Und leider auch nichts dagegen, außer entsprechende Sicherheitshinweise zu veröffentlichen.

Die Erkenntnis des Tages

Geschrieben von DrNI am Sonntag, 22. März 2009 um 19:24 in d.E.d.T.
Immer wieder missachtet und hinterher fast bereut: Asiafress → Glutamatkoma. Aber schmecken tut's halt doch.

Seagate oder sie geht nicht

Geschrieben von DrNI am Samstag, 21. März 2009 um 11:37 in Direktsaft, Netz und Technik
… das muss noch festgestellt werden. Die Schlafmützen von der KfW sind aufgewacht und ich hab mir erst mal die seit einem halben Jahr versprochene flotte Festplatte gegönnt. Eine Seagate Barracuda. Richtig groß musste sie nicht unbedingt sein, aber flott und leise, die Warterei nervt. Ja, eingebaut wäre die auch schnell, aber die Daten von der alten zu kopieren dauert mir im Moment zu lange.

»Festplatten werden auch immer billiger«, möchte man denken. Stimmt aber gar nicht. Sie werden nur größer.

How can we hang on to a dream

Geschrieben von DrNI am Mittwoch, 18. März 2009 um 23:32 in Gedanken gehen ihren Gang
Tim Hardin ist ein furchtbarer Schnulzensänger. Ich war 20 und ich wollte weg. Und der Film Die Innere Sicherheit mit seiner zweifelhaften Geschichte einer Jugendliebe bestärkte mich mit dem ihn abschließenden Song Hang On To A Dream in diesem Wunsch. Schule war in der Endphase und deswegen nicht weniger beschissen. Die damals große Liebe war dahin. Ich hatte mich und den schwulen C. und ein paar andere wenige Freunde und ich wollte weg. Und da war sie, diese Website, und ich google und sie ist auch heute noch da: Aralsee 98! Grandiose Bilder von endloser Steppe und einem staubigen IFA W-50 DDR-Militär-LKW. Und ich wollte weg. Nach Osten, Kasachstan, Baikonur. Zum weg gesellte sich ein vages hin.

Ich hatte Kohle, war ja schließlich selbstständig zu der Zeit, kaufte mir also den Unimog 401S, nachdem ich mit IFA und Hanomag geliebäugelt hatte und machte mich mit dem C. an die Renovierung. Das sah zwischendrin dann ziemlich rustikal aus. Teuer war es auch. Und anstrengend, dann nach dem Zivildienst, nach acht Stunden Arbeit noch vier Stunden an der Karre schrauben, schleifen, lackieren… Dreck fressen (siehe Foto)… Doch die Illusion blieb, störte sich auch nicht an der Tuberkulose, die dort im Osten umging, nicht am Mangel an Russisch. Ich glaubte weiter. Ich begann ein Studium der Informatik und gründete eine Band, die echt grausame Covers fabrizierte. Das Studium floppte vor der Band. Da lag ich auf meiner seelischen Schnauze, wohnte in einer WG mit einer durchaus geisteskranken Dame zusammen. Ich war weg. Nicht weit und auch nicht lange.

Dann wechselte ich Wohnort und Studium und alles wurde gut und ich wurde arbeitsam und entdeckte meine Intelligenz und meine Kraft und ich wurde Profi und Musiker (nicht Profi) und irgendwie war es dann das gewesen mit Baikonur.

Nun könnt ihr meinen Traum kaufen. Oder vielmehr, was davon übrig ist.

Mercedes Cabrio zu verkaufen

Geschrieben von DrNI am Dienstag, 17. März 2009 um 22:23 in Direktsaft
Kein Witz. Die Karre gehört mir. Schon seit Jahren.
Nun zu verkaufen inklusive diverser Einzelteile.

Es handelt sich um einen Mercedes Unimog 401S, Funker-Ausführung, umlackiert auf Hellblau.
Cabrio ist dabei das Führerhaus. Allrad mit Sperre, 40cm Bodenfreiheit, sehr geländetauglich.

Interessenten bitte per Mail melden.

Sodomistisch-terroristischer Kinderporno-Amoklauf

Geschrieben von DrNI am Sonntag, 15. März 2009 um 17:08 in Direktsaft
Endlich kratzten die Medien die Kurve vom Amoklauf zur Kinderpornographie! Wer weiß, vielleicht steckt auch der Schmetterlingseffekt dahinter. Jedes Mal, wenn im Kongo ein Affe hustet… es könnte alles sein! Rasieren wir unsere Ratio mit Ockhams Messer und nehmen das Naheliegenste: Es ist die Kinderpornographie. Ist doch klar. Schließlich sind Männer sowieso Tiere. Wo wir wieder beim hustenden Affen wären.

Doch wie schon die gute Jane Goodall bewiesen hat: Man kann auch Tiere lieben. Sollte man sogar. Nicht, dass die noch durchdrehen und in sich in Ballerspielwelten zurückziehen. Selbst Affen haben Waffen.

Auch die im Schützenverein.