Ficken

Geschrieben von DrNI am Mittwoch, 25. Februar 2009 um 20:59 in Direktsaft, Gebührend studieren
…weil man keine Stelle zu seiner Promotion hat. Oder einfach nur für den Regenwald.

Exmatrikuliert

Geschrieben von DrNI am Mittwoch, 25. Februar 2009 um 10:48 in Gebührend studieren
»Das war's«, sagte sie, sich der Schwere ihrer Worte gänzlich unbewusst. Reichte mir die Bescheinigung und ich wart kein Student mehr.

»Prüfung noch nicht abgeschlossen«,so steht es geschrieben. Jaja, ich mach ja schon.

Die Erkenntnis des Tages

Geschrieben von DrNI am Dienstag, 24. Februar 2009 um 18:34 in d.E.d.T.
Die drei Personen in unserer WG haben insgesamt vier PC-Arbeitsplätze mit insgesamt acht Bildschirmen. Laptops nicht mitgezählt. Nur eine Person studiert Informatik.

Visionslos 1993

Geschrieben von DrNI am Freitag, 20. Februar 2009 um 17:44 in Direktsaft, Netz und Technik
Gerade erst über die Zukunftsvisionen von Salton & McGill (1983) berichtet… und schon lese ich eine ganz andere Einschätzung der Gegenwart von 1993:
»In der Regel werden wir versuchen, dieses Alltagsproblem [des Wissensdefizites, also unser Informationsproblem] mit Hilfe von Freunden, Bekannten oder Kollegen zu lösen. Erst wenn diese 'Informationsquelle' nicht verfügbar oder nicht ausreichend ist, werden Bibliotheken o.ä. oder eben der Zugang zu einem IR-System [Information-Retrieval-System] bemüht; wobei letztere Alternative in der gegenwärtigen Alltagswelt noch die exotischere sein dürfte.«
aus: Engelmeier (1993) Transparentes Information Retrieval – Ein neuer Ansatz und seine Realisierung im experimentellen Informationssystem WIDAB.
So sah die Welt im Januar 1993 aus, zumindest wurde zu der Zeit der Druck des zitierten Werkes – einer Dissertation – von der Hochschule St. Gallen freigegeben. Am 30. April 1993 startete das World Wide Web und damit das, was wir heute grob vereinfachend als Internet bezeichnen. Schon kurz darauf war die Welt nicht mehr die selbe. Ende 1995 erblickte AltaVista das Licht er Welt, ISDN kam daher, und spätestens seit der Flatrate über DSL ist aus der »exotischen Alternative« der Standardfall geworden.

Information nur einen Klick entfernt und das zu jeder Zeit.

Die Erkenntnis des Tages

Geschrieben von DrNI am Freitag, 20. Februar 2009 um 16:34 in d.E.d.T.
Früher gab es eine deutsches Wort für Service: Do it yourself. Ein Buch als PDF-Datei wird mit einem passablen Laserdrucker und dem Copyshop von Gegenüber für ziemlich wenig Geld ein tatsächliches Buch. Leider sind nicht alle Autoren so edelmütig, ihre Werke »camera-ready« online zu stellen. Manche haben vielleicht auch nur den sehr berechtigten Wunsch, für ihre Arbeit bezahlt zu werden.

Zukunftsvisionen 1983

Geschrieben von DrNI am Freitag, 20. Februar 2009 um 15:32 in Direktsaft, Netz und Technik
»[…] es könnte bald die Situation eintreten, dass die tatsächlich benötigten Informationen aus der Masse der vorhandenen Informationen nicht mehr herausgefiltert werden können. Vielleicht werden einmal nur noch Informationen genutzt, die aus irgendwelchen Gründen besonders gut zugänglich sind, während der Rest in Vergessenheit gerät.«
aus: Salton & McGill (1987) Information Retrieval – Grundlegendes für Informationswissenschaftler. (Hervorhebung von mir).
Das Englische Original Introduction to Modern Information Retrieval erschien 15 Jahre vor der Gründung von Google. Heute wissen wir etwas, das wir nicht wahrhaben wollen: Was Google nicht findet, das interessiert uns auch nicht. Salton & McGill sahen damals im Information Retrieval die Lösung zum Problem. Doch das Ranking, also die Sortierung der Treffer und damit genau das, was Google anfangs zu Google gemacht hat, impliziert eben, dass bestimmte Informationen zu einem Thema »weniger wichtig« sind als andere. Die Relevanzbeurteilung überlassen wir dabei einer einzelnen Firma aus Kalifornien, die es natürlich immer nur gut mit uns meint.

Amateurchirurgie

Geschrieben von DrNI am Donnerstag, 19. Februar 2009 um 17:27 in Bass
Der ursprünglich halb defekte SWR LA12 gab sich zunächst plötzlich geheilt, dann wiederum wurde er vermeintlich unplötzlich richtig geheilt, aber auch das war nicht von Dauer. So half am Ende nur eines: Ein neuer Lautstärkeregler musste implantiert werden. Klein und unscheinbar sieht der Übeltäter auf dem Foto aus, brutal und grobschlächtig sind die Narben auf der Platine. Ja, hätten die Roboter bei SWR doch mal den dickeren Bohrer nehmen sollen für die Beine der Potis, dann wäre das alles ohne fieses Hebeln, Herumzangeln und ohne die Bohrmaschine gelaufen. Aber vermutlich war es halt so billiger.

Immerhin, nach allem Gebohre, Gesäge und Gelöte: Äußerlich alles hübsch und funktionieren tut es auch wieder.

Das Mathematikverständnis der Werbefuzzis

Geschrieben von DrNI am Dienstag, 17. Februar 2009 um 15:51 in Direktsaft, Gebührend studieren
Schon seit einiger Zeit steht es auf einem Aufsteller in der Mensa und grinst die Schlange der Wartenden an der Essensausgabe an. Das Werbeschild von Aldi Süd. Albrecht Discount sucht Mitarbeiter. Vermutlich sind damit nicht die Opfer gemeint, die an der Kasse meine Eierpackung drängelnd in den Einkaufswagen donnern, weil ich nicht schnell genug nachkomme, sondern Typen mit Krawatten. Dazu haben sich die Webefuzzis von Aldi einen hübschen Spruch ausgedacht:

»Karriere ist eine Gerade«

Leider bin ich auch kein Stern am Himmel der Mathematik. Eher ein Glühwürmchen im Unterholz. Dennoch konnte ich es mir nicht verkneifen, mir ein Bild von der Karriere als Gerade zu machen. Zum Vergleich habe ich mal meine angestrebte Karriere mit aufgemalt:


Der Slogan »Karriere ist eine Gerade« richtet sich laut zugehöriger Site vor allem an zukünftige Manager. Da hoffe ich mal, dass diese beim Managen nicht nur ausschließlich an die Steigung ihrer eigenen Kurve denken. Sonst sieht's für Aldi schlecht aus.

Die Erkenntnis der Nacht

Geschrieben von DrNI am Dienstag, 17. Februar 2009 um 09:45 in d.E.d.T.
Wenn man Aldi-Papiertaschentücher (Kokett statt Tempo) schnell aus der Packung zieht, dann laden sie sich elektrostatisch auf. Man kann das beobachten, wenn es ganz dunkel ist: Die Ladungen machen sich deutlich als kleine Blitze bemerkbar. Allerdings funktioniert es nur bei den ersten zwei Taschentüchern einer Packung, danach ist vermutlich die Reibung zwischen Papier und Plastikfolie oder zwischen Papier und Papier zu gering.

Der fotografische Beweise mittels Langzeitbelichtung steht noch aus. Andererseits, schwarzes Feld mit bläulichem Blitzchen – das könnte alles sein.

Faktor 14 der Zeit hinterher

Geschrieben von DrNI am Montag, 16. Februar 2009 um 15:23 in Gebührend studieren
Faktor 14 nennt sich ein neues studentisches Projekt an der Uni Tübingen, das noch Autoren sucht. Und noch keine Leser hat. Das Webdesign der Seite entspricht schon mal in etwa dem meiner ersten Gehversuche damals zur Zeit von Netscape Navigator 3.04 Gold. Ob dieses Projekt Potential hat? Wir werden sehen. Den Namen führen die Macher auf die 14 Fakultäten der Universität zurück. Keine sehr zukunftsträchtige Idee, werden diese doch bald – womöglich diesen Sommer – in wenige große Fakultäten zusammengelegt. Eine Frage beantwortet mir deren Webpräsenz jedenfalls nicht: Wenn ich Spaß am schreiben habe, Erfahrung damit sammeln möchte, kein Honorar und keine Credits bekomme und sich auch sonst irgendwie niemand für mein Gsallbahdr interessiert …

… warum mache ich dann nicht einfach ein Blog auf? Oder gleich zwei?