Die Erkenntnis kommt spät für einen Teilzeitlinguisten, aber sie kommt: Das englische Wort
Indo-European heißt im Deutschen
indogermanisch1. Und das, obwohl der germanische Sprachzweig darunter nur einer von vielen ist. Keltisch, Griechisch, Indo-Iranisch (und damit die heutigen Sprachen Hindi und Bengali, aber auch das tote Sanskrit) sind ebenfalls indo
germanisch (um nur ein Paar zu nennen).
Partieller Stammbaum der indogermanischen Sprachen (†: Tote Sprachen)
Populärwissenschaftliche Bilderbuchempfehlung:
The Atlas of Languages von Bernard Comrie, Stephen Matthews und Maria Polinsky. Darin findet sich auch auf Seite 39 eine schöner Stammbaum der indogermanischen Sprachen, aus dem der hier abgebildete unvollständige Stammbaum (
Sourcecode) hervorging.
Alles in allem eigentlich ein interessantes Thema, war da wann was mit wem und warum das wohl heute so ist wie es ist, das mit dem Turmbau zu Babel. Aber das unterscheidet schließlich den Master-Studenten (mit
Bachelor-Titelchen) vom angehenden Gelehrten: Nur nicht zu weit links oder rechts kucken!
Und damit zurück
ins Studio zum Thema der graphischen Darstellung von Ergebnissen der
Clusteranalyse. Immerhin nicht gänzlich unverwandt mit Bäumen wie dem oben gezeigtem.
1: John Rupert Firth erwähnte diesen Unterschied schon 1950 in seinem Aufsatz Personality and Language in Society.