DrNI: EM - Still there?

Geschrieben von DrNI am Samstag, 29. September 2007 um 17:20 in Direktsaft, English Posts, Musik
Just a few minor remarks on the DrNI:EM project. I'm still up and running, and so is the project. However, it's a lack of time and muse that keeps me from recording new stuff. The new »studio« has been finished and is awaiting bursts of creativity. The recording machine is stuck with doing world updates. Gentoo is really making me have a ball these days. Meanwhile I'm trying to do further advertising of my music. Just yesterday and today I uploaded some tracks of the old album to Newgrounds, which I think is a great portal site for Creative Commons-licensed audio material. So I keep collecting ideas, writing down some, recording some snippets...

Something should be happening soon. At least I don't give up hope. Stay tuned!

Die Erkenntnis des Tages

Geschrieben von DrNI am Mittwoch, 26. September 2007 um 01:35 in d.E.d.T.
Rückenschmerzen kann man zumindest so kleinrocken, daß man danach den Bassverstärker zum Auto tragen kann. (Music is a healer.)

Die unglaublichen Abenteuer des Herrn Rasdavon (2)

Geschrieben von DrNI am Montag, 24. September 2007 um 12:36 in Unreine Fiktion
[ Teil 1 ]
Es war kein Montag wie jeder andere im Finanzamt. Herr Rasdavon und Frau Locke hatten sich krank gemeldet. Herr Stantepede war hingegen pflichtbewußt zum Dienst erschienen. Seine Miene war jedoch unvergleichlich sauer, was wohl damit zu tun hatte, daß er seine weibliche Hoffnung am Samstag morgen mit einem anderen im Bett erwischt hatte. Keiner der anderen Mitarbeiter traute sich, Fragen zu stellen. Obwohl Herr Stantepede auch bei Problemen oder Fehlleistungen ruhig und sachlich blieb, spürten sie, daß dieses Mal etwas ganz und gar schief gelaufen war und man ihn besser in Ruhe ließ.

Für Herrn Rasdavon war es der ungewöhnlichste Samstag Morgen seit Beginn seiner Ausbildung gewesen. Das erste mal seit er sich erinnern konnte, war er eines morgens nicht als Finanzbeamter, sondern als Hobby-Outlaw aufgewacht. Die Rückverwandlung mußte gescheitert sein. Doch der Filmriß blieb, und so fand er sich in einer gänzlich überraschenden und ungewohnten Situation. Frau Locke schnarchte immer noch auf seinem eingeschlafenen Arm, und Herr Stantepede war stehenden Fußes abgezogen, nach dem er die beiden durchs Fenster gesehen hatte. Er befreite seinen Arm und Frau Locke wachte auf.

Sie gähnte, blickte sich um, erblickte ihn, und fluchte.
»Scheiße, Rasdavon, was machen sie denn hier?«
»Erm. Nennen sie mich Ringo.«
»Ich dachte, du heißt Florian.«
»Ja, aber alle nennen mich Ringo. Naja fast alle.«
Sie verstand. Natürlich nannte ihn im Finanzamt niemand so. Aber nach Feierabend, wenn er sich offenbar als Freizeit-Rebell betätigte, war er bekannt als Ringo Rasdavon.
»OK, Ringo.«, sagte sie und erblickte nicht weniger als vier benutzte Kondome auf dem Teppich neben dem Bett. »Nun, da wir ja anscheinend gevögelt haben, können wir uns auch duzen.«, schlug sie vor.
Er nickte. »OK, Petra«, murmelte er.
»Wie ist das denn... also wie kommt das denn...?«, wollte er wissen.
»Ich weiß auch nicht so genau«, gestand sie mehr sich als ihm, »aber wir hatten wohl unseren Spaß.«
»Was nun?«, fragte er.
»Erst mal Kaffee«, meinte sie lapidar und stand auf.

Herr Rasdavon und die Frauen. Er hatte es eigentlich aufgegeben. Im Finanzamt gab es zwar die eine oder andere, die er interessant gefunden hätte, aber er mußte ja sein Gesicht als braver Beamter wahren. In kürzester Zeit hätte es sich herumgesprochen, daß er Hobby-Outlaw war und das wollte er um jeden Preis vermeiden. In seinem anderen Leben sah es anderweitig problematisch aus: Die meisten Rockerbräute hatten ein anderes Verständnis von Schönheit als er und außerdem litten ihre Körper meist schon deutlich unter dem Einfluß der Schwerkraft. Es war ihm äußerst rätselhaft, ja eigentlich gänzlich unerklärlich, wie das mit Frau Locke hatte passieren können. Das war nun wirklich wider jeglicher Vernunft. Gedanken an die Kollegen beim Finanzamt schossen ihm durch den Kopf, aber er wischte sie schnell weg. »Nicht jetzt«, dachte er. Noch war Wochenende.

Er stieg in seine Lederhose und folgte dem Geräusch der Kaffeemaschine. Frau Locke schien es nicht für nötig zu halten, sich anzukleiden. Sie lehnte mit dem Rücken an der Küchenzeile und konnte sich nicht zwischen Grinsen, Lachen, Seufzen und Gähnen entscheiden. Er setzte sich auf einen Stuhl und blickte sie an. Sie war attraktiv, zweifelsohne. Viel mehr noch, er fand sie sexy. Es war mehr etwas verspielt-erotisches das ihn anzog als ihr Körper an sich. Er konnte sich nicht genau erinnern, wann er das letzte mal überhaupt eine Frau begehrt hatte. Sicher war er sich jetzt nur in einem: Es konnte kein Zufall gewesen sein, daß das passiert war, was passiert war. Sie war der Hammer. Er wollte sich gar nicht fragen, warum er das in all den Jahren im Finanzamt nicht bemerkt hatte. Sie hingegen schien zu wissen, warum sie ihn in all den Jahren nicht wirklich bemerkt hatte.

»Ich hatte schon gedacht, du wärst einer von diesen Spießern mit Bausparvertrag und Häuschen mit Bierfaß im Schrebergarten«, meinte sie.
»Das mit dem Bausparvertrag stimmt ja auch,« fing er an. Dann verstummte er. Ihm wurde klar, daß es vielleicht nicht ganz sachdienlich war, über Bausparverträge zu reden.
»Nur das mit dem Schrebergarten, das ist bei mir etwas anders«, lenkte er ein, »ich führe lieber das Stahlpony aus.«
Sie grinste. Es entstand eine Pause, sie blickten sich an.
»Irgendwie mag ich dich«, sagte sie.
Er spürte sein Herz kräftig schlagen. Das hatte er schon lange nicht mehr gekannt. Und dann kam da noch ein neues Gefühl hinzu: Eifersucht.
»Was ist mit Stantepede?«, quetschte er heraus.
»Ach der... der läßt nicht locker. Hoffentlich hat er es jetzt kapiert.«

Der weitere Verlauf des Samstags wurde von den beiden als äußerst angenehm empfunden. Obwohl er sich gerade in die größte Krise seines Beamtendaseins gestürzt hatte, fiel Herr Rasdavon am Abend so zufrieden wie schon lange nicht mehr in sein Bett und war dabei nicht einmal stoned oder betrunken.

Das Echo kam massiv am Sonntag Abend, als ihm klar wurde, daß er nicht weitermachen konnte wie bisher. Viel schlimmer noch, ihm wurde klar, daß er das nicht wollte. Verstand und Gemüt kämpften bis spät in die Nacht, und am Montag war an Arbeit nicht zu denken. Das Telefon klingelte zur frühen Morgenstunde.
»Gehst du hin?«, fragte sie
»Nein.«
»Ich auch nicht.«

Die Erkenntnis des Tages

Geschrieben von DrNI am Freitag, 21. September 2007 um 21:18 in d.E.d.T.
Alle Kreativität führt zu nichts solange ihr das passende Vehikel fehlt.

Fucking

Geschrieben von DrNI am Donnerstag, 20. September 2007 um 15:08 in Direktsaft
Zoom
Fuckin' huge!
Der britisch-(schweizer-)deutsche Muttersprachler K. erklärte während eines abendlichen Minigelages den englischen Ausdruck fucking zum Elativ. Nun ist der Elativ, wie Wikipedia gleich im ersten Satz betont, eine »Steigerungsform des Adjektivs«. Ich komme darauf, weil ich gerade Radiohead höre. In deren Song Creep heißt es:
»I wish I was special
so fuckin' special
but I'm a creep
I'm a weirdo [...]«
Abgesehen davon, daß mir diese Zeilen äußerst sympathisch sind kam ich gerade darauf, daß fucking keine Form von special ist. Ein separates Wort für diese Form zu benutzen könnten Sprachzyniker nun als Beweis für den Wandel des Englischen von einer synthetischen hin zu einer isolierenden Sprache sehen (siehe auch).

Als deutscher Muttersprachler kann mir das eigentlich verdammt egal sein.

Die Erkenntnis des Tages

Geschrieben von DrNI am Donnerstag, 20. September 2007 um 13:03 in d.E.d.T.
»Deform« könnte von deformieren abgeleitet sein. Es könnte aber auch zusätzlich ein Kofferwort sein, das aus deutsche Reform gebildet wurde. Denn jede deutsche Reform ist deine Deform.

Unmut »der etwas anderen Art«

Geschrieben von DrNI am Mittwoch, 19. September 2007 um 13:37 in Direktsaft
Nun kann ich nicht mehr anders, nun muß ich meinem Unmut zum Ausdruck verhelfen. Es geht mir um die Formulierung »der etwas anderen Art«. Man stolpert ja dauernd darüber, und jedes mal muß ich doch irgendwie aufstoßen: Was will der Autor damit sagen?

Ein paar Beispiele sind mit Tante Goos Hilfe ja schnell gefunden:
Gelegenheit für eine Filmkritik der etwas anderen Art. (Q.)
Fränkische Gastlichkeit der etwas anderen Art (Q.)
RockZOOM, ein Magazin der etwas anderen Art geht an den Start... (Q.)
Und so geht es geradewegs weiter. Ich hätte z.B. nichts gegen ein Magazin der anderen Art. Ja, endlich mal ein Magazin, das anders ist, endlich mal was neues, wie erfrischend! Aber nein, so soll es wohl nicht sein: Es fehlt einfach der Mut zum anders sein, der Mut sich abzuheben vom lauschig-gemütlichen Mainstream-Brei. Denn wer gegen den Strom schwimmt, der muß auch mal einiges schlucken können. Deswegen ist es wohl nur ein Magazin der etwas anderen Art. Über die Filmkritik könnte man wohl das gleiche sagen. Ist sie nun anders oder nicht? Wenn sie nur irgendwie halt etwas anders ist, dann werde ich das beim Lesen schon selbst merken.

Einzig und allein bei der Gastlichkeit, da ist man vielleicht froh, wenn da nichts komplett anders ist als das, was man sich unter Gastlichkeit so vorstellt.

Was es nicht alles gibt:
Starmix - Die Showband der etwas anderen Art (Q.)
Ein Förderverein der etwas anderen Art (Q.)
"Eine Veranstaltung der etwas anderen Art" (Q.)
Niemand möchte anders sein, wir möchten alle dazugehören. Selbst die Showband möchte eigentlich nichts besonderes sein. Ja eigentlich möchte sie wohl den üblichen Mainstream-Showband-(Playback?)-Shit wie die anderen Showbands abliefern und dafür genau so viel Kohle bekommen wie diese. Aber irgendwas muß dann da doch sein, warum diese Showband besonders ist. Ja genau, sie ist etwas anders als der Rest. Aber noch nicht so komplett anders, daß das Publikum davonrennen würde. Kurzum: Sie ist vermutlich einfach langweilig. (Dies ist allein eine Annahme aufgrund des Slogans.)

Aber nun will ich Euch nicht weiter belasten mit derartigem sprachlichen Unsinn. Übrigens, beim letzten Beispiel ist noch eine weitere Grausamkeit zu beobachten, die vor allem in Lokalzeitungen und in Amtsblättern, aber auch in der amteuerhaften Werbung ihr Unwesen treibt: Alles muß in Anführungszeichen! Warum die Gänse überall ihre Füßchen drauf haben müssen, was weiß ich nicht. Für mich wirkt das dann immer so, als würden sich die Leute selbst nicht ernst nehmen.
Café Dingensbumsens - "Das beste Café der Stadt".
In Gänsefüßchen, haha, ist das ironisch, zu denen würde ich nie gehen. Die nehmen sich ja nicht mal selber ernst! Da gibt's ja nicht mal 'ne richtige Latte.

Theorie: Denken beim Schreiben ist aus der Mode. Grundfrage #1: Was will ich eigentlich sagen?

Susi sagt, es sei ihr zu viel

Geschrieben von DrNI am Dienstag, 18. September 2007 um 12:43 in Buschpoet
Zoom
Geschäftiges Tun und so
weil es ist ja nicht so, daß
sondern eben nicht, ja.

Also wohin gehen wir so
wissen Sie, das ist kein Spaß
sondern eben nicht, ja.

Dorthin also, siechen im Büro
Furztrockene Luft, das Auge ganz naß
das ist kein Spiel, ja.

Kind im Mann sagt: eher tot
langsam täglich partiell der Biß ins Gras
nein nein, Leben, ja.

Die Liebe ist ein Spiel
ohne Verstand blüht die Nacht
Susi sagt, es sei ihr zu viel
aber nun ist es zu spät
das Feuer entfacht
um den Verstand
gebracht.

Tags darauf:
Geschäftiges Tun und so.
Was noch?
la la la, immer weiter, siehe oben,
ja.

Die Erkenntnis des Tages

Geschrieben von DrNI am Sonntag, 16. September 2007 um 13:11 in d.E.d.T.
Definition »Zuhause«: Das große Eigenbau-Bett. Und Zugriff auf die gesamte Musiksammlung. Was für eine Kombination!

Im ICE

Geschrieben von DrNI am Sonntag, 16. September 2007 um 12:43 in Unreine Fiktion
Ein Schwanz im Anzug setzt sich und entert seinen Boss rektal.