Kommentar zu GEZ-Neologismen und das Ende einer Abmahnung
Wie berichtet kam die GEZ neulich auf die Idee, einen Site-Betreiber abzumahnen. Daraus resultierte für mich ein protestierender Programmschnipsel zum Generieren von GEZ-Komposita, der anderswo als Code-Art bezeichnet wurde. Was ich bisher vergaß anzumerken, bzw. eigentlich implizierte ich es irgendwie, aber die GEZ schrieb es in ihrem Abmahnschreiben an akademie.de ja selbst:
Die »nicht existierende Wörter« sind also nicht existent, denn sie werden allein dadurch schon existent, daß die abgemahnte Partei sie verwendet.
Ob nun das innerhalb von nicht mal 24 Stunden entstandene supernegative Image der GEZ in der Blogosphäre etwas bewirkt hat, das kann ich nicht sagen. Sicher ist eines: Nachdem die GEZ-Abmahnstory bei Heise und Spiegel Online nachzulesen war machte man einen Rückzieher, wie ebenfalls Heise berichtet.
Ich habe unterdessen auch den GEZ-Werbespot mit Julia Hummer gesehen und muß sagen: Abhauen ohne zu zahlen ist echt uncool. Noch uncooler ist es aber, andere Leute abzocken zu wollen. Zum Beispiel mit dem Abmahnen von gewöhnlichem Sprachgebrauch.
Daher: Gebt unsere Gebühren bitte in Zukunft lieber für Filme mit Julia Hummer (z.B. Die Innere Sicherheit) im Fernsehprogramm aus - anstatt für doppelmoralische Werbespots und Abmahnanwälte.
»1.) Falsche EinzelbegriffeDas ist eigentlich der Punkt, an dem der Computerlinguist lachen und heulen muß: Gäbe es wirklich nur richtige und falsche Begriffe, dann hätten wir ein Problem weniger, wir könnten einfach eine große, fette, superdicke Datenbank machen mit allen richtigen Begriffen. Wer einen falschen Begriff verwendet ist eben doof und muß sich nicht wundern, wenn der Computer nicht mitmacht. Aber es ist doch so: Man kann neue Begriffe kreieren. Lothar Lemnitzer sammelt diese sogar halbautomatisch mit seiner Wortwarte - täglich kommen neue hinzu. Und selbst das von mir entwickelte Programm zeigt, daß die völlig zufällige Kombination von GEZ- mit deutschen Nomen durchaus zu Kombinationen führt, denen man intuitiv einen gewissen Sinn zuordnen kann:
Hierzu zählt zunächst die Nutzung nicht existenter Begriffe, die offenbar nur dazu dient, ein negatives Image der GEZ hervorzurufen.«
Die »nicht existierende Wörter« sind also nicht existent, denn sie werden allein dadurch schon existent, daß die abgemahnte Partei sie verwendet.
Ob nun das innerhalb von nicht mal 24 Stunden entstandene supernegative Image der GEZ in der Blogosphäre etwas bewirkt hat, das kann ich nicht sagen. Sicher ist eines: Nachdem die GEZ-Abmahnstory bei Heise und Spiegel Online nachzulesen war machte man einen Rückzieher, wie ebenfalls Heise berichtet.
Ich habe unterdessen auch den GEZ-Werbespot mit Julia Hummer gesehen und muß sagen: Abhauen ohne zu zahlen ist echt uncool. Noch uncooler ist es aber, andere Leute abzocken zu wollen. Zum Beispiel mit dem Abmahnen von gewöhnlichem Sprachgebrauch.
Daher: Gebt unsere Gebühren bitte in Zukunft lieber für Filme mit Julia Hummer (z.B. Die Innere Sicherheit) im Fernsehprogramm aus - anstatt für doppelmoralische Werbespots und Abmahnanwälte.









