Geschrieben von
DrNI
am Donnerstag, 18. Februar 2010
um 09:22
in
Direktsaft
»Ja wie war's denn am Samstag bei der
Lesung?« Das fragen mich meine Freunde – also die Halunken, die nicht anwesend waren – und detailliert lege ich dann dar, wie sich so eine Gefühlslage auf einer Lesebühne von der einer Rock'n'Roll-Bühne unterscheidet. Kurz gefasst: Eigentlich nicht so sehr. Das Lampenfieber kommt im zweiten Song oder Text richtig. Vorher fragt man sich, ob Leute kommen und hinterher fragt man sich, ob man gut oder schlecht oder irgendwo in der Mitte war. Der maßgebliche Unterschied ist, dass man dauernd auf sein Blatt kuckt und deswegen die Reaktionen des Publikums schlechter bewerten kann. Aber vielleicht kann man das ja üben, so eine Art Read-Ahead-Strategie.
Die werbewirksame Zusammenfassung des Abends: Ganz schön viel Spaß für die fünf Euro Eintritt. Für das Publikum dürfte sich die Veranstaltung sicherlich gelohnt haben. Es war rappelvoll. Und Inhalt und so und was ging da? Keine Ahnung, ich hab ja nur was vorgelesen, was kümmert mich da Inhalt. Klickt mal rein bei
Eldersign und
Dia-Blog. Einige mehr Links gibt es unter
Rückblicke auf der Seite von
das Letz niest.
Interessant auch die vom geschätzten Pädagogen S. gedächtnisprotokollierten und feingranular beobachteten Publikumsreaktionen, die sich zum Teil mit der Kritik bestimmter Personen in bestimmten Blogs und Tweets decken. Hier meine überspitzte Zusammenfassung: Lustig ist gut. Wenn es um traurige oder womöglich gar nachdenkliche Themen geht, wird es für viele öde. Und wenn man böse Wörter benutzt sinkt automatisch das Niveau.
Fazit des Abends: Ich sag
Fickscheisse auch auf der Bühne, ich darf das.